Radtour Ins Reich von Blesshuhn, Reh und Habicht

Von Michael Kerner-Winkler 

 Foto: Grafik/Herrmann
Foto: Grafik/Herrmann

Von Oberaichen über das Siebenmühlen-, das Schich- und das Kirnbachtal nach Herrenberg.

Oberaichen - Diese  Fahrt eignet sich für Naturliebhaber, es geht  durch das Reich von Blesshuhn, Reh und Habicht. Zum tief Durchatmen und Frischlufttanken. An alten Mühlen und geschichtsträchtigen Gemäuern vorbei.

Streckenprofil: Gesamtlänge ca. 52,5 km bei ca. 540 Höhenmetern. Anfangs  flach. Zwischen Bebenhausen und Herrenberg vereinzelt längere Anstiege.  Die gesamte Strecke ist befestigt.

Tipp: Im Sommer sehr angenehm, weil es viele  beschattete Waldwege gibt.

Hier geht’s lang:  Oberaichen erreicht man problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln (S 3 oder S 2 Richtung Flughafen/Messe) Wir radeln vom Bahnhof links abgehend die Straße entlang und biegen anschließend rechts in die Hans-Holbein-Straße ein. Von hier geht ein als Radweg ausgeschilderter Feldweg ab. Der Ausschilderung folgen wir bis  ins Siebenmühlental mit seinen  elf Mühlen. Manche  von ihnen sind bewirtschaftet.
Kurz nach der letzten Mühle, der Burkhardsmühle, passieren wir eine Brücke. Nun bietet sich abweichend zu unserer Route ein Besuch des zu Ritter-Sport gehörenden Ritter-Museums an. Sie finden das Kunstmuseum nebst Schokoladenverkauf, indem Sie der Ausschilderung Richtung Weil der Stadt folgen. Wem das süße Quadrat nicht zusagt, fährt nach der Brücke weiter in Richtung Nürtingen.
Nach  Neuhaus folgen Sie an der Weggabelung dem leider nicht mehr leserlichen Schild ins Schaichtal, fahren also nicht mehr Richtung Nürtingen. Es geht weiter Richtung Dettenhausen. Wir  folgen der Ausschilderung des Hohenzollernradweges. Nun sind Beinmuskeln und langer Atem gefragt, denn unsere Route führt uns in sportlichen Kurven den Hang hinauf.
Aus dem Wald gelangt, fahren wir  Richtung Bebenhausen. Es geht  wieder in den Wald. Denken Sie bitte  daran,  die  Wildgatter  nach dem Passieren wieder zu schließen. Durch das  Kirnbachtal geht es abwärts.
Nachdem wir wieder aus dem Wald gekommen sind,  gibt es die Möglichkeit, die  Tour abzukürzen und direkt  nach Tübingen zu fahren. Wer das möchte, biegt nach der Unterquerung der  Unterführung  links ab, statt der Ausschilderung weiter zu folgen.
Das auf der  Stecke gelegene geschichtsträchtige Bebenhausen sollte man aber nicht verpassen. Schauen Sie sich auf jeden Fall das dortige ehemalige Zisterzienserkloster an, welches von 1949 bis 1952 auch Sitz des Landtags war.
Unser Weg geht gleich in Bebenhausen angekommen links ab in Richtung Rottenburg. Bevor Sie weiterfahren, sollten Sie sich  bei Bedarf noch einmal stärken, denn auf unserem weiteren Weg bis nach Herrenberg gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Sie können aber auch etwas zum Grillen einpacken, unterwegs gibt es  mehrere Grillstellen.
Etwa  einen Kilometer nach Bebenhausen verlassen wir den Hohenzollernradweg und folgen ab hier immer der Beschilderung Richtung Herrenberg. Es  geht beständig bergauf, und leider gestaltet sich die Suche nach den Wegschildern teilweise etwas schwierig.  Achten Sie deshalb auch auf die Wanderwege-Beschilderung. Zur  Not  kann man sich auch am Flusslauf des Goldersbachs orientieren. Schließlich erreichen wir den Waldfriedhof Herrenberg, von wo aus es in einer schönen Abfahrt hinunter nach Herrenberg geht. 

Der Streckenverlauf als PDF.

Einkehren: Eselsmühle, Mäulesmühle, Burkhardsmühle. In Herrenberg: Biergarten auf der Schlossruine mit weitem Blick auf die Alb und Schwarzwald.

Kartentip: ADFC-Karte Stuttgart und Umgebung.

Anreise: Die Fahrradmitnahme ist in der S-Bahn kostenlos. Außer an Wochentagen zwischen 6 und 8.30 Uhr. Dann muss fürs Rad eine Kinderkarte gelöst werden.

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