Die Stadt Dresden hatte drei von der Bewegung „Querdenken“ für Samstag angemeldete Demonstrationen verboten. Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Bei Protesten gegen die Corona-Politik in Dresden sind Demonstranten gewaltsam gegen Polizeibeamte vorgegangen. Die Beamten stoppten zwei Versammlungen.

Dresden - Wie die Polizei am Samstagabend mitteilte, wurden bei Protesten gegen die Corona-Politik in Dresden zwölf Polizisten verletzt. Die Beamten stoppten zwei Versammlungen, bei denen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert wurde. Nach Angaben der Polizei widersetzten sich viele Teilnehmer. Zudem seien Polizisten bedrängt worden.

Der Polizeibilanz zufolge wurden bei den Demonstrationen 47 Straftaten festgestellt, darunter Widerstand, Beleidigungen und tätliche Angriffe gegen Polizisten. Ein Mann sei in Polizeigewahrsam genommen worden. Drei weitere seien vorläufig festgenommen worden, darunter der Wortführer einer der Ansammlungen. Zudem seien 943 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung eingeleitet worden.

Die Stadt Dresden hatte drei von der Bewegung „Querdenken“ für Samstag angemeldete Demonstrationen verboten. Das Verwaltungsgericht bestätigte diese Verbote noch am Freitag. Dennoch kamen an zwei Standorten in der Stadt nach Polizeiangaben Hunderte Menschen zu Protesten zusammen. Die Zahl der in der Nähe des Kongresszentrums zusammengekommenen Menschen gab die Polizei am Abend mit mehr als 1.000 an. Die Beamten ließen am Nachmittag Wasserwerfer zu einem Impfzentrum in der Nähe fahren, um es gegebenenfalls vor Angriffen zu schützen.

Aktuelle Meldungen, wissenswerte Hintergründe und nützliche Tipps – in unserem Dossier bündeln wir alle Artikel zu Corona.