Auch die Wartungswerkstatt liegt im Bereich des künftigen Rosenstein-Quartiers. Foto: Manfred Storck

Es ist Zeit, öffentlich mit den Bürgern noch gezielter zu diskutieren, welche Vorstellungen sie von der künftigen Entwicklung am Hauptbahnhof haben, kommentiert Josef Schunder.

Stuttgart - Stuttgart braucht ein neues Kongresszentrum am Hauptbahnhof. Braucht es das wirklich? Vermutlich ja. Der städtische Tourismuswerber Armin Dellnitz und sein Aufsichtsratschef Michael Föll haben das schon vor mehr als einem Jahr glaubhaft versichert. Damals sagte Föll aber auch, dass zum Jahresende 2016 eine Machbarkeitsstudie vorliegen werde und dass man noch 2017 einen Knopf dran mache, also einen Beschluss fasse. Bis heute ist die Machbarkeitsstudie freilich nicht präsentiert worden.

Bedarf an Kongressflächen ist größer geworden

Der Bedarf an weiteren Kongressflächen in der Innenstadt habe sich inzwischen weiter verstärkt, sagt Armin Dellnitz, der es dem Grund nach ja wissen sollte. Und dass OB Kuhn im Geiste nun zumindest den Eingang des Kongresszentrums direkt an den Straßburger Platz neben den Tiefbahnhofsbullaugen verlegt hat und ihn nicht irgendwo im Europaviertel haben will, zeigt auch: Die Dinge sind in Bewegung. Aber mal ganz ehrlich: Über die von Kuhn angestrebte Kombilösung aus Kongresszentrum, Konzerthaus und Linden-Museum am Straßburger Platz sollte auch öffentlich diskutiert werden – und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt, obwohl vermutlich nicht vor 2025 gebaut wird. Denn 2018 soll bereits ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für das Rosenstein-Areal stattfinden. Wer daran teilnimmt, sollte die Meinung von engagierten Bürgern kennen.

josef.schunder@stzn.de

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