Der Mann soll den FC Bayern München erpresst haben Foto: dpa

Er soll versucht haben, den FC Bayern München um drei Millionen Euro zu erpressen - aber ohne Erfolg. Jetzt muss sich der sogenannte „Besenstielräuber“ dafür vor Gericht verantworten.

München - Bei Banküberfällen sperrte er die Angestellten ein, indem er Türen mit einem Besenstiel verrammelte. Nun soll der Mann versucht haben, den FC Bayern München um drei Millionen Euro zu erpressen. Von Freitag an steht der einstige „Besenstielräuber“ erneut vor Gericht.

Als „Besenstielräuber“ hat er in den 1990er Jahren zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Nach seiner Entlassung aus der Haft veröffentlichte er 2011 sogar seine Erinnerungen an die kriminelle Karriere als Buch: „Ich war der Besenstielräuber. Mein gescheiterter Traum“.

Der Mann schickte einen Erpresserbrief an den FC Bayern München

Im vergangenen Februar soll der inzwischen 64-Jährige versucht haben, den FC Bayern München um insgesamt drei Millionen Euro zu erpressen - aber ohne Erfolg. Von Freitag (9.45 Uhr) an muss sich der „Besenstielräuber“ wegen versuchter räuberischer Erpressung vor dem Landgericht München I verantworten.

Der „Besenstielräuber“ hat seinen Spitznamen seiner charakteristischen Vorgehensweise in den 1990er Jahren zu verdanken. 16 Mal hatte er Banken im Raum München und im Oberland überfallen: Er sperrte Bankangestellte in Putzräume und verrammelte die Tür mit einem Besenstiel. Dafür kassierte er eine hohe Haftstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten.

Nach seiner Entlassung soll es ihm aber nicht gelungen sein, wieder ein normales Leben zu führen. So habe er seine Einkünfte mit erpresstem Geld vom FC Bayern aufbessern wollen - in Form von einer Million Euro, 1,1 Millionen Schweizer Franken und edlen Diamanten. Sollte der Club nicht zahlen, so bestehe Lebensgefahr für Spieler und Zuschauer, hieß es laut Ermittlungen in dem Erpresserbrief. Doch der deutsche Fußball-Rekordmeister schaltete die Polizei ein.

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