Primark ist seit 2009 auf dem deutschen Markt - nicht allen gefällt das. Foto: dpa

Bei der Eröffnung einer großen Filiale der irischen Modekette Primark am Berliner Alexanderplatz hat ein soziales Bündnis gegen die Arbeitsbedingungen von Näherinnen protestiert. Neben anderen Modeketten lässt auch Primark seine häufig wechselnden Kollektionen in Asien und Osteuropa zu Billiglöhnen produzieren.

Bei der Eröffnung einer großen Filiale der irischen Modekette Primark am Berliner Alexanderplatz hat ein soziales Bündnis gegen die Arbeitsbedingungen von Näherinnen protestiert. Neben anderen Modeketten lässt auch Primark seine häufig wechselnden Kollektionen in Asien und Osteuropa zu Billiglöhnen produzieren.

Berlin - Gegen miserable Arbeitsbedingungen von Näherinnen in Billiglohnländern hat ein soziales Bündnis in Berlin protestiert. Anlass war die Eröffnung einer großen Filiale der irischen Modekette Primark am Alexanderplatz.

Primark ist bekannt für den häufigen Wechsel seiner Kollektionen und niedrige Preise. Diese seien aber nur möglich, weil europäische Textilfirmen wie Primark ihre Einkaufsmacht ausnutzten, um ihre Lieferanten in Asien und Südosteuropa zu zwingen, immer schneller, billiger und flexibler zu produzieren, kritisierte die Kampagne für Saubere Kleidung. "Primark verfolgt ein Geschäftsmodell, das diese Produktionsweise fördert", sagte Berndt Hinzmann vom Netzwerk Inkota. Da helfe es auch wenig, dass der Konzern sich an einem Programm für ethisch verantwortbaren Handel beteilige.

Primark ist seit 2009 auf dem deutschen Markt, zählt heute 13 Filialen und will in den kommenden Monaten weitere eröffnen. Vor einigen Tagen waren in drei Kleidungsstücken von Primark aufgenähte Etiketten mit Hilferufen von Arbeitern gefunden worden. Nach Angaben des Unternehmens waren diese wohl aber gefälscht und wurden höchstwahrscheinlich nicht in den Herstellerfabriken, sondern nachträglich angebracht.

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