Das Projekt „Cyber Valley“ steht in der Kritik (Archivbild). Foto: dpa

Eine Gruppe von Aktivisten besetzt seit Donnerstag einen Hörsaal der Universität Tübingen. Die Aktivisten protestieren gegen das Projekt „Cyber Valley“, bei dem es um künstliche Intelligenz geht.

Tübingen - Aus Protest gegen das Projekt „Cyber Valley“ hält eine Gruppe von Aktivisten seit Donnerstag einen Hörsaal der Universität Tübingen besetzt. Da die Universitätsleitung das Geschehen bislang duldet, lässt die Polizei den Saal nicht räumen, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit.

Im Projekt „Cyber Valley“ kooperieren das Land Baden-Württemberg, die Universitäten Tübingen und Stuttgart sowie Partner aus der Industrie. Ziel ist, die Region zu einem Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz zu machen. Das Bündnis „No Cyber Valley“ kritisiert unter anderem, dass auch Partner aus der Rüstungsindustrie daran beteiligt seien und das Projekt für einen weiteren Einfluss von profit- und wachstumsorientierten Unternehmen stehe, wie es in einer Mitteilung heißt.

Am Donnerstag hatten sich nach einer Demonstration in Tübingen nach Polizeiangaben 40 Aktivisten zur Besetzung des Saales zusammengeschlossen. An die Universität Tübingen seien bislang keine konkreten Forderungen herangetragen worden, sagte Pressesprecherin Antje Karbe am Montag.

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