Protest-Ortsschild in Plieningen Foto: Schöll

Die Idee kam aus Frankreich. Umgedrehte Ortsschilder als Protest gegen die Landwirtschaftspolitik. Jetzt findet man die ersten auf dem Kopf stehenden Ortsschilder auch in Stuttgart. Gesehen am Plieninger Ortseingang.

Wie eine Welle, die langsam von West nach Ost schwappt, hat sich das Phänomen ausgebreitet. Begonnen hatte es mutmaßlich im französischen Departement Tarn, wo etwa ab November vergangenen Jahres die ersten Ortsschilder von Mitgliedern der französischen Landjugend umgedreht wurden, um gegen die nationale und die europäische Politik zu protestieren. Fast 10 000 Schilder, so heißt es, wurden in der Folge in Frankreich an Ortseingängen derartig manipuliert.

 

In Frankreich fast 10 00 Schilder betroffen

Dann wurden im Januar in Baden die ersten Schilder entdeckt. Zuletzt war auch im Landkreis Esslingen und auf den Fildern von auf den Kopf gedrehten Ortsschildern berichtet worden. Jetzt also in Plieningen. Am Ortseingang an der Bernhauser Straße stand das Schild kopf. Ob es weitere Fälle gibt, ist derzeit noch unklar.Dem umgedrehten Ortsschild wird zuweilen eine ideologische Verwandtschaft zu umgedrehten Flaggen nachgesagt, die in rechten Kreisen und von „Reichsbürgern“ verwendet werden. Das ist allerdings umstritten, zumal die Idee aus Frankreich stammt.