Die Werkstatt soll sowohl Schulkindern, als auch älteren Kindergartenkindern offen stehen. In den Bildungshäusern von Konzept-e in Karlsruhe gibt es das bereits. Foto: Konzept-e

Das Unternehmen plant ein Bildungshaus an der Ruppmannstraße in Vaihingen. Wann das realisiert werden kann, ist offen. Derweil wächst die Schulgemeinschaft.

Der private Bildungsträger Konzept-e möchte ein Bildungshaus bauen. Dafür hat er bereits ein Grundstück an der Ruppmannstraße in der Nähe des Vaihinger Bahnhofs gekauft. Das Areal grenzt direkt an das ehemalige Aurelis-Areal, für welches die Stadt aktuell unter der Überschrift Aufenthaltestelle Zukunft neue Ideen entwickelt. Konzept-e liebäugelt damit, die Turnhalle für seine Schule auf dem städtischen Gelände zu errichten und diese dann im Gegenzug auch anderen Schulen und Vereinen zur Verfügung zu stellen.

 

Ob, wann und wie dieser Plan aufgeht, ist noch offen. Die Schulgemeinschaft, die einmal in das neue Gebäude einziehen soll, gibt es aber bereits, und zwar in einem Interimsgebäude an der Breitwiesenstraße. Die Firma Lapp hat dieses zur Verfügung gestellt. Dort lernen bereits 120 Kinder in den Klassenstufen 1 bis 7. Es ist eine Ganztagsschule mit Schwerpunkt Naturwissenschaften. „Mit unserem MINT-orientierten Bildungsangebot haben wir Zukunftsthemen wie Programmierung, Internet und künstliche Intelligenz im Blick“, heißt es dazu auf der Homepage von Konzept-e. Dazu möchte der private Bildungsträger künftig noch stärker mit Unternehmen im direkten Umfeld kooperieren. „Das Ziel ist es, dass wir diese Projekte direkt an der Schule anbieten“, sagt die Konzept-e-Geschäftsführerin Waltraud Weegmann.

Kooperationen mit Unternehmen und Kultureinrichtungen

Um das umzusetzen, möchte die Schule eine Werkstatt einrichten, die „umfangreiche Projekte mit Papier, Holz, Metall, Elektronik, Coding und Robotik ermöglicht“, so der Unternehmenssprecher Romano Sposito. Aktuell wird in dem Interimsgebäude ein etwa 200 Quadratmeter große Raum professionell ausgestattet. Die ersten technischen Geräte sind bereits finanziert, so zum Beispiel eine Laubsägemaschine, Bandschleifer, ein Lasercutter, eine CNC-Fräse und Roboterbausätze. Spenden für weitere werden gesammelt. „Wir wollen die Werkstatt Anfang 2024 in Betrieb nehmen“, kündigt Waltraud Weegmann an. Ab Mitte oder Ende nächsten Jahres soll diese dann auch für andere Schulen und Kitas offen sein.

An der Element-i-Schule im Synergiepark Vaihingen-Möhringen geht es aber nicht nur um naturwissenschaftliche Themen. Auch die Kultur werde gefördert, betont Weegmann. Darum kooperiere Konzept-e zum Beispiel auch mit einer Musikerin, die mittlerweile einen Chor und ein Orchester gegründet habe.

Das Interesse an der privaten Schule ist indes groß. Bei einem Infoabend Anfang November waren 300 Interessierte vor Ort. Zur Verfügung stehen für das kommende Schuljahrs insgesamt 30 Plätze. Für den privaten Bildungsträger Konzept-e ist das ein Grund mehr, das Bildungshaus an der Ruppmannstraße weiter voranzutreiben. „Wir gehen schon davon aus, dass das klappt. Die Frage ist eher, wann und in welcher Größe“, sagt Weegmann. Demnächst will Konzept-e seine Pläne noch einmal im Stuttgarter Gemeinderat vorstellen.