Die Preisträger Hermann Bareiss und Eckart Witzigmann Foto: Hotel Bareiss

Hohe Ehre für Hermann Bareiss und Eckart Witzigmann: Der Baiersbronner Hotelier und die Münchner Kochlegende haben den Rumohrring verliehen bekommen.

Baiersbronn - Sie haben beide Maßstäbe gesetzt für ihre Branche: Die Rede ist von Hermann Bareiss und Eckart Witzigmann. Bareiss, der Seniorchef des gleichnamigen Hotels in Baiersbronn (Kreis Freudenstadt), hat nicht nur eines der besten Ferienhotels in Baden-Württemberg etabliert. Er hat zudem mit dem Förderkreis FHG einen Verein und ein Ausbildungsmodell für den Nachwuchs von Hotellerie und Gastronomie ins Leben gerufen, auf das andere Bundesländer nur neidisch blicken können. Witzigmann wiederum ist am Herd zur lebenden Legende geworden. Er gilt vielen gar als Jahrhundertkoch.

Vor kurzem nun sind Bareiss und Witzigmann von der Gastronomischen Akademie Deutschlands mit deren wichtigsten Auszeichnung, dem Rumohrring, geehrt worden. Die 20. Verleihung des nicht in jedem Jahr vergebenen Preises fand in Baiersbronn statt. Der Laudator Frederik Schack von Rumohr, ein Nachfahre von Carl Friedrich von Rumohr, nannte die beiden Preisträger Fixsterne, die eine große Ausstrahlung auf ihren Berufsstand ausübten. Der Kolumnist Christoph Wirtz würdigte sie als Pioniere ihrer Zunft, die einander in Perfektionismus und Unnachgiebigkeit glichen. Eckart Witzigmann selbst gab sein Leitmotiv preis, das seine Arbeit stets geprägt habe: „Selbst wenn ein Gast das Restaurant schlecht gelaunt betritt, muss er es mit einem Lächeln wieder verlassen.“ Auch Hermann Bareiss betonte: „Am Ende geht es mir nur um eines: Unsere Gäste glücklich zu machen.“

Die Rumohr-Gesellschaft ist ein Verein zur Förderung des Andenkens an Carl Friedrich von Rumohr. Dieser entstammte einem holsteinischen Uradelsgeschlecht. Er war Kunsthistoriker, Schriftsteller, Maler, Kunstsammler und Mäzen. Rumohr veröffentlichte 1822 sein erfolgreichstes Buch, den „Geist der Kochkunst“, eine gastrosophische Schrift, unter dem Namen seines Leibkochs Joseph König. Es wendet sich gegen Exzesse jeglicher Art und plädiert für eine traditionelle und bescheidene regionale Küche. Carl Friedrich von Rum­ohr starb 1843 in Dresden.

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