DFB-Präsident Reinhard Grindel steht einmal mehr in der Kritik. Foto: Bongarts

DFB-Präsident Reinhard Grindel steht erneut in den Schlagzeilen. Laut dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ soll er einen Teil seiner Auskünfte nicht publik gemacht haben.

Frankfurt/Main - Nach der Kritik an DFB-Präsident Reinhard Grindel wegen angeblich nicht publik gemachter Einkünfte hat der Präsidialausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Situation erörtert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schlossen sich am Sonntag Grindel und die hochrangigen DFB-Präsidiumsmitglieder Reinhard Rauball, Rainer Koch, Peter Peters, Stephan Osnabrügge und Friedrich Curtius telefonisch zusammen. Über Inhalte der Gespräche wurde zunächst nichts bekannt. Eine außerordentliche Sitzung mit dem gesamten DFB-Präsidium ist derzeit nicht terminiert.

Am Freitag hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, dass Grindel als Aufsichtsratsvorsitzender der DFB-Medien Verwaltungs-Gesellschaft zwischen Juli 2016 und Juli 2017 zusätzlich zu seinen sonstigen Einnahmen 78.000 Euro erhalten habe. Der DFB wies den Vorwurf der Verschleierung zurück, da Grindel erst drei Monate nach seiner Wahl zum Verbandschef den Posten angetreten hatte.

Grindel äußert sich nicht

Bei seinem Amtsantritt im April 2016 hatte der ehemalige Bundestagsabgeordnete einen Überblick über seine Einkünfte aus 7200 Euro Aufwandsentschädigung ind 7200 Euro Verdienstausfallpauschale gegeben und für die Zukunft Transparenz angekündigt. Am Sonntag wollte sich Grindel nicht zu den Vorwürfen äußern.

Dem Vernehmen nach gibt es unter den Fußball-Funktionären sowohl im dem Profi- als auch im Amateurbereich Unzufriedenheit mit dem Führungsstil Grindels. Vorgeworfen werden dem 57-Jährigen auch ein schlechtes Krisenmanagement nach dem WM-Aus, in der Affäre um Ex-Nationalspieler Mesut Özil und bei der Ausmusterung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng aus der Nationalmannschaft durch Bundestrainer Joachim Löw.

Grindel will am 27. September beim DFB-Bundestag in Frankfurt für eine weitere Amtszeit kandidieren. Bislang hat sich kein Konkurrent gegen ihn öffentlich positioniert.

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