Au Foto: Lichtgut/Kovalenko

In der aktuellen Sonderausstellung „Projekt Geheim“ werden derzeit im Porsche-Museum 16 Exponate ausgestellt, die fast alle bisher noch nirgendwo öffentlich zu sehen waren. Noch bis 11. Januar können die Sportwagen-Raritäten dort begutachtet werden.

Stuttgart - Freunde luxuriöser Sportwagen sollten derzeit den Weg zum Porsche-Museum in Zuffenhausen nicht versäumen. In der aktuellen Sonderausstellung „Projekt Geheim“ werden 16 absolute Raritäten präsentiert, die bisher nirgendwo öffentlich zu sehen waren. Dieter Landenberger, Leiter des historischen Archivs des Museums, stellte die Exponate am Montag circa vier Dutzend internationalen Autojournalisten – aus Spanien, Italien, Frankreich, Holland, Schweden und der Schweiz – vor. Oft hatten Hunderte von Experten im Entwicklungszentrum in Weissach an den Fahrzeugen getüftelt, die am Ende aus diversen Gründen nie in die Serienproduktion gingen. Dazu gehört der Porsche 965 Prototyp L7, Baujahr 1988 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. „Diese Baureihe hat es nicht auf den Markt geschafft“, sagt Landenberger. Grund: steigende Entwicklungskosten und eine geänderte Modellstrategie. Bis auf eine Ausnahme wurden alle 16 Prototypen verschrottet. Ebenso nicht über die Probephase hinaus kam der viertürige Familien-Sportwagen Porsche 989, auch als „Privatjet für die Straße“ oder „Porsche für mehr als Zwei“ bezeichnet. Als der kalkulierte Preis auf 150 000 D-Mark stieg und die nötigen 18 000 verkauften Fahrzeuge völlig unrealistisch erschienen, blies der Aufsichtsrat im Januar 1991 das Ganze ab. „Projekt Geheim“ ist noch bis 11. Januar (täglich außer montags) von 9 bis 18 Uhr zu sehen.

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