Polizeieinsatz Verletzter S-21-Demonstrant nahezu blind

Von dpa/lsw 

Zwei Männer stützen im Schlossgarten den verletzten Dietrich Wagner. Mittlerweile ist klar, dass der 66-jährige Renter nahezu blind bleiben wird. Foto: dpa
Zwei Männer stützen im Schlossgarten den verletzten Dietrich Wagner. Mittlerweile ist klar, dass der 66-jährige Renter nahezu blind bleiben wird. Foto: dpa

Mittlerweile ist klar, dass der 66-jährige Rentner Dietrich Wagner nahezu blind bleiben wird.

Stuttgart - Beim harten Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner am 30. September ist er vom Strahl eines Wasserwerfers an den Augen schwer verletzt worden. Mittlerweile ist klar, dass der 66- jährige Rentner Dietrich Wagner nahezu blind bleiben wird. Lediglich acht Prozent Sehfähigkeit auf einem Auge seien noch vorhanden, schreibt das Magazin „Stern“. Das andere Auge sei völlig erblindet.

Das Foto des aus dem Auge blutenden Rentners ging um die Welt

„Meine Autonomie ist weg, ich muss versorgt werden wie ein kleines Kind“, sagte Wagner dem Blatt. Er könne nicht mehr Radfahren oder Lesen. Seine Lebensgefährtin helfe ihm bei täglichen Verrichtungen wie beim Rasieren und Anziehen. Wagner bestritt, eine Mitverantwortung für seine Verletzungen zu tragen. Er sagte dem Magazin, er habe damit gerechnet, durch den Strahl des Wasserwerfers nass zu werden oder „ein paar blauen Flecken“ abzubekommen.

Ein Polizeivideo hatte allerdings auch Szenen gezeigt, in denen Wagner die Polizei mit einem Gegenstand beworfen und sich mehrfach demonstrativ vor die Wasserwerfer gestellt haben soll. Das Foto des aus den Augen blutenden Rentners ging um die Welt.

 

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