Spezialkräfte sprengten einen Teil des Sprengstoffs in einem Steinbruch (Symbolbild). Foto: dpa/Patrick Pleul

Kommissar Zufall hat in Sindelfingen zugeschlagen: Während Polizisten die Wohnung eines 17-Jährigen wegen eines Betäubungsmitteldeliktes durchsuchten, entdeckten sie in einem Kellerraum Sprengstoff, der einem 20-Jährigen gehören soll.

Sindelfingen - Polizisten haben in einem Kellerraum in Sindelfingen (Kreis Böblingen) durch Zufall eine größere Menge Sprengstoff gefunden. Eigentlich war die Wohnung eines 17-Jährigen durchsucht worden, der gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben soll, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Als die Beamten den Keller des Hauses unter die Lupe nahmen, fanden sie etwa drei Kilo selbst hergestellten Sprengstoff, mehrere Feuerwerkskörper sowie Gegenstände und Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff.

Der Keller des Wohnhauses im Kreis Böblingen soll den Angaben zufolge von einem 20-Jährigem genutzt worden sein. In seiner Wohnung fanden die Beamten am Donnerstag weitere Feuerwerkskörper, vier Schreckschusswaffen samt Munition sowie eine Pistole. Spezialkräfte sprengten einen Teil der Gegenstände in einem Steinbruch.

Der Verdächtige sitzt wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens in Untersuchungshaft. Die Beweggründe des Mannes seien noch noch völlig unklar, hieß es.

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