Auf solch lauschige Stimmung im Anblick der meterhoch lodernden Flammen hoffen die Pfadfinder auch am Samstag wieder bei ihrer Sonnwendfeier. Foto: Pfadfinder Bund Hohenstaufen

Bei der Sonnwendfeier am Samstag, 25. Juni, feiern die Pfadfinder Degerloch auch die Tatsache, dass sie seit 40 Jahren auf dem Gelände an der Hohen Eiche sind, am Rand von Möhringen und Degerloch.

Degerloch/Möhringen - Wenn am Samstag die Flammen aus den meterhoch aufgetürmten Holzscheiten aufsteigen, dann feiern die Pfadfinder Degerloch wieder ihre Sonnwendfeier. Diesmal wird neben der Sonnenwende – die bereits Anfang der Woche war – auch etwas anderes gefeiert: Die Pfadfinder sind seit 40 Jahren auf ihrem Gelände an der Hohen Eiche.

„Anfangs gab es nur das Haus und sonst so gut wie nichts“, erinnert sich Klaus Rich, Oberstfeldmeister bei den Pfadfindern, seit über 40 Jahren dabei, als Gruppenleiter und als Vorstand. Zuvor hatte eine Baufirma auf dem Gelände ihren Sitz, ein Teil wurde als Lager – und Schrottplatz genutzt. Es gab also viel zu tun: „Wir haben Erdhaufen mit der Planierraupe eben gemacht, Gras ausgesät, außerdem das Haus komplett renoviert“, erzählt Rich. Die Pfadfinder pflanzten Bäume, Sträucher und andere Pflanzen, fassten das Gelände – das damals keine Abgrenzung zur Ohnhold- und Epplestraße hinaus hatte – mit Felsen und Büschen ein. Wie bei vielen Vereinen haben die ehrenamtlichen Mitglieder die meisten der Arbeiten selbst erledigt. Auch um das Instandhalten des Geländes heute sowie Reparaturen am Haus kümmern sie sich selbst.

Die Abenteuer im Wald schweißen zusammen

Der Umzug an die Hohe Eiche kam zustande, da sowohl die Gruppe Möhringen /Fasanenhof wie auch die Gruppe Degerloch/Birkach/Hoffeld von ihren bisherigen Standorten weichen mussten: Im einen Fall war dies das alte homöopathische Vereinsheim auf dem Fasanenhof, im anderen das Alte Schulhaus in Birkach. An der Hohen Eiche ist seitdem genug Platz für beide Gruppen, die Stamm Ulrich von Hutten und Stamm John F. Kennedy heißen.

Heute gibt es neben dem renovierten Haupthaus Grillhütten, Holzschuppen, eine große Wiese für Ballspiele, ein Biotop und den direkten Zugang zum Wald, in dem die Pfadfinder regelmäßig unterwegs sind. „Man erlebt viel mehr zusammen als irgendwoanders“, schwärmt Roman Reinhardt von den Ausflügen. Der 32-Jährige ist im Vorstand der Pfadfinder und Stammleiter, er ist dabei, seit er neun ist. „Die Abenteuer im Wald schweißen zusammen, das sind ganz besondere Freundschaften.“

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