Der Sieger-Entwurf des Parklet-Wettbewerbs, den der Gerberviertel-Verein ausgelobt hat Foto: K‘uyuy/Kukuk-Freiflug

Zwei Spielplatzentwickler haben den vom Gerberviertelverein ausgeschriebenen Parklet-Wettbewerb gewonnen. Das Parklet soll vom 16. Juni an bis Ende September in der Sophienstraße Höhe Hausnummer 15 stehen.

Stuttgart - Der Parkdruck in der Stadt steigt. Es wird in Zukunft immer schwerer werden, in der City einen Parkplatz zu finden. Was des Autofahrers Leid ist, bedeutet für die Menschen, die in der Innenstadt leben oder arbeiten, einen Zuwachs an Qualität. Die Gewinner des vom Gerberviertelverein ausgelobten Parklet-Wettbewerbs (mit 500 Euro prämiert) sagen deshalb: „Parklets wollen wir nicht mehr missen. Jahr für Jahr erinnern sie uns daran, dass es auch im aufgeheizten, staubigen Kessel, im Stuttgarter Großstadt-Dschungel, Oasen der Erholung gibt.“

Eine dieser Oasen steht nun bald in der Sophienstraße. Die Entwurfsskizzen lassen ahnen, was die Bürger erwartet: eine Mischung aus Erholungs- und Ausruh-Zone. Diese Handschrift des Parklet-Entwurfs ist einer Kooperation zweier Stuttgarter Firmen geschuldet, die mitunter riesige Spielplätze entwickeln. Es sind die Unternehmen K‘uyuy und Kukuk-Freiflug, die jeweils die unterschiedlichen Seiten des Sieger-Parklets repräsentieren. Während sich K‘uyuy „dem interkulturellen Austausch, der Entspannung, dem transparenten Handel und dem gesellschaftlichen Miteinander“ verschrieben hat, steht Kukuk-Freiflug für „naturnahe Spiel- und Sinnes-Räume für Groß und Klein“. Beide wollten so Natur und Entspannung in die Stadt bringen – eine Sommerresidenz im Viertel schaffen.

Mehr Lebensqualität in der Stadt

Dort, wo sonst ein Auto parkt, finden Passanten nun bald Hängematten, Affenschaukeln und Sitzhänger. Das pinkfarbene Atrium, ein Kronendickicht aus lackiertem Astgehölz, lenkt den Blick in den sommerlichen Himmel und soll zu einer Pause im Alltag einladen.

„Das Parklet der beiden Firmen hat deshalb gewonnen, weil der Entwurf einen sehr professionellen und durchdachten Eindruck gemacht hat“, sagt Quartiersmanager Hannes Wolf, „überzeugend war auch, dass das Teil bei Dunkelheit spektakulär aussieht und funktional ist.“ Mit der Dämmerung wird der farbige Astaufsatz ausgeleuchtet, sodass dem Parklet nachts ein ganz eigener Zauber inne wohne, sagt Wolf und ergänzt: „Pragmatisch war auch die vertikale Ausrichtung und die damit verbundene Sichtbarkeit.“

Das Parklet soll vom 16. Juni an bis Ende September in der Sophienstraße auf Höhe Hausnummer 15 stehen.

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