Klettern am Österreichischen Platz Foto: Lichtgut//Leif Piechowski

Endlich geht es los. Der Österreichische Platz steht nun allen Kinder und Jugendlichen offen, die Sport treiben wollen. Doch warum hat das so lange gedauert?

Die Türe ganz hinten, die führt ins Nichts. Aber sie ist schuld daran, dass es anderthalb Jahre gedauert hat, bis der Österreichische Platz endlich als Sportplatz nutzbar ist. Dort ist nämlich der zweite Rettungsweg, der von den Behörden vorgeschrieben wurde, damit mehr als 30 Menschen auf dem Platz, wohlgemerkt im Freien, sein dürfen. Nun ist der zweite Fluchtweg fertig, endlich darf der Platz dauerhaft bespielt werden. Mit Fußball, Hobby-Horsing mit Steckenpferd, Klettern, Tischtennis, Radeln und etlichem mehr. Auch eine Radwerkstatt gibt es.

 

Besuch aus Österreich

Am Freitag feierte man Eröffnung. Der Platz unter der Paulinenbrücke im Stuttgarter Süden erwies sich ja bisher als sehr widerspenstig. Jahrzehntelang war er eine vergessene Fläche und diente als Parkplatz. Alle Versuche, ihn zu beleben, scheiterten. Nun soll es der Sport richten.

Österreichischer Platz – da lag es nahe, dass die österreichische Generalkonsulin Eva Maria Ziegler ebenfalls da war. Aus München war sie gekommen. Und sagte, dass ihre Cousine in Stuttgart lebt und ihr vom Österreichischen Platz erzählt habe und dass dieser bisher dem Bild Österreichs nicht unbedingt gerecht werde. Sie hoffe, dass sich dies nun ändere.

Immer jemand vor Ort

Montags, mittwochs und freitags veranstaltet der DJK Sportbund Tischtenniskurse, die Sektion Schwaben des Alpenvereins betreut jeden Montagnachmittag das Boulderblöckle, montags gibt es zudem einen Kurs im Hobby-Horsing, und Dienstagabend lässt sich Kickboxen mit der Straßen-Universität Stuttgart lernen.

Das Gemeinschaftserlebnis Sport, das Taschenmesser der Stuttgarter Jugendarbeit und des Sportkreises, allzeit verwendbar und nützlich, betreut den Platz von Mittwoch bis Samstag von 16 Uhr bis ungefähr 22 Uhr. Es ist jeweils ein Betreuer vor Ort, der Sportgeräte wie Räder, Bälle und Skateboards verleiht, aber auch nach dem Rechten schaut. Es ist vieles erlaubt und gewünscht, neben Sport treiben, abhängen, gerne auch Mitarbeit und Ideen, aber strikt verboten sind Alkohol und Drogen. Damit der Platz nicht wieder ein großes Nichts wird.