Ausgangspunkt Foto: Alexandra Kratz

Weil der ökumenische Kirchentag 2011 in Vaihingen ein großer Erfolg gewesen ist, laden die christlichen Gemeinden nun zum ökumenischen Pilgern ein.

Stuttgart-Vaihingen - Der ökumenische Kirchentag 2011 in Vaihingen ist ein großer Erfolg gewesen. „Wir wurden im Nachhinein immer wieder darauf angesprochen und gefragt, ob es eine Wiederholung gibt“, sagt der katholische Pastoralreferent Joachim Kopfer, der an der Organisation maßgeblich beteiligt war. Mit dem Kirchentag sei ein neues Gemeinschaftsgefühl entstanden und das Interesse an den jeweils anderen christlichen Konfessionen geweckt worden. Doch das Projekt sei aufwendig gewesen. Zu aufwendig, um es regelmäßig zu wiederholen, sagt Klopfer.

Aber eine Eintagsfliege sollte der ökumenische Kirchentag Vaihingen auch nicht sein. Darum laden die evangelischen, katholischen und evangelisch-methodistischen Gemeinden aus dem Stadtbezirk am Freitag, 7. Juni, zum „ökumenischen Pilgern“ ein. „Wir wollen miteinander unterwegs sein, von Ort zu Ort gehen, und dabei miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Klopfer. Die Taufe als Sakrament werde dabei das verbindende Element sein und immer wieder thematisiert werden.

Vertrauensbildende Maßnahme

Rosemarie Fröhlich-Haug sieht es genauso. „Wir wollen die Kontakte, die beim ökumenischen Kirchentag entstanden sind, halten und vertiefen“, sagt die evangelische Pfarrerin. Der Kirchentag sei eine gute „vertrauensbildende Maßnahme“ gewesen, an die nun angeknüpft werde.

Ausgangspunkt für das ökumenische Pilgern am Freitag ist um 18 Uhr die evangelische Stadtkirche an der Pfarrhausstraße 14. Von dort aus geht es weiter zur evangelisch-methodistischen Pauluskirche an der Brommerstraße und zur katholischen Christus-König-Kirche an der Fanny-Leicht-Straße. Zum Abschluss ist ein geselliges Beisammensein mit schwäbischem Imbiss geplant.

„Immer weiterkommen, nie stehen bleiben“

Das Pilgern sei etwas, was das Christentum ausmache. Es gehe darum, immer weiterzukommen und nie stehen zu bleiben, sagt Klopfer. Darum habe man sich für diese spezielle Form entschieden, um die christliche Gemeinschaft in Vaihingen weiter zu vertiefen.

Von September an wird die Veranstaltungsreihe mit vier ökumenischen Besuchen fortgesetzt. Dann stehen Vorträge auf dem Programm. „Wir wollen uns besser kennenlernen und herausfinden, was den eigenen Glauben und was den Glauben der jeweils anderen ausmacht“, so Klopfer. Es gehe darum, „zwischen den Mauern den Geist der anderen Konfessionen zu spüren“, sagt der Pastoralreferent. So wird der evangelische Pfarrer Gottfried Askani „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ berichten. Pastorin Birgitta Hetzner spricht über das Thema „Methodismus. Begeisterte Kirche mit Schwung“. Die Katholiken wollen unter der Überschrift „Mit Weihrauch und Lichtern“ Einblicke in die katholische Welt geben. Auch das auf dem Uni-Campus beheimatete ökumenische Zentrum wird sich an der Vortragsreihe beteiligen. Dort findet im Januar die Abschlussveranstaltung statt.

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