Seine Kandidatur ist vorbei: Sebastian Reutter, hier bei einer Veranstaltung unserer Zeitung am 20. Oktober in der Porsche-Arena, hat seine Bewerbung zurückgezogen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Bei der zweiten Runde der OB-Wahl treten jetzt noch eine Frau und acht Männer an, die den Stuttgartern vom ersten Wahlgang bekannt sind.

Stuttgart - Das Feld der Kandidierenden bei der OB-Wahl in Stuttgart ist weiter geschrumpft. Am Mittwoch hat auch Sebastian Reutter seine Bewerbung zurückgezogen, der beim ersten Wahlgang am 8. November als parteiunabhängiger Aspirant ins Rennen gegangen war.

 

Um 17.44 Uhr teilte Reutter dem Wahlamt seinen Entschluss mit. Und unserer Zeitung sagte er zum selben Zeitpunkt, er werde jetzt den CDU-Kandidaten Frank Nopper unterstützen. Mit ihm hatte Reutter zuvor noch ein Abstimmungsgespräch geführt, sozusagen eine Parallelverhandlung, während die Kandidaten der öko-sozialen Gruppierungen in den Räumen der Stiftung Geißstraße verhandelten, ob sie sich auf ein gemeinsames Programm und einen Bewerber einigen können. Diese Gespräche hatten zwei Tage angedauert. Um 18 Uhr am Mittwoch lief dann die Frist für alle ab, die sich aus dem Rennen verabschieden wollten.

Reutter empfiehlt die Wahl von Nopper

Reutter, ein 40 Jahre alter Jurist aus der städtischen Abteilung für Wirtschaftsförderung und mit Erfahrungen aus der freien Wirtschaft, verabschiedete sich wegen mangelnder Erfolgsaussichten, nachdem er mit 4,4 Prozent weit hinter seinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben war. Die Unterstützung und die Wahlempfehlung zugunsten von Nopper hält er für naheliegend. Mit dem CDU-Kandidaten habe er die „größten Überschneidungen“, was das Programm betrifft. In dem Zusammenhang nannte Reutter, früher selbst einmal CDU-Mitglied, die Bereiche Wirtschaftsförderung, Mobilität der Zukunft sowie „Stadt am Fluss“.

Nach Informationen unserer Zeitung hatte zuvor schon John Heer aufgegeben, der 54-jährige Immobilienunternehmer und Eigentümer zweier Bordelle im Leonhardsviertel. Und rechtzeitig vor Fristende am Mittwoch um 18 Uhr zogen auch Martin Körner (SPD) und Malte Kaufmann (AfD) ihre Bewerbungen zurück, wie sie es nach Schließung der Wahllokale am Sonntag schon früh angekündigt hatten.

Körner hatte 9,8 Prozent der Stimmen erhalten, Kaufmann 2,2 Prozent und Heer 0,8 Prozent. Da sich am Mittwoch kurz vor Fristende dann auch noch die Grünen-Kandidatin Veronika Kienzle aus dem Rennen nahm, werden auf dem Stimmzettel für den 29. November noch neun Namen stehen, die vom ersten Wahlgang bekannt sind. Dabei handelt es sich um eine Frau und acht Männer.