Mit Blaulicht hat die Polizei den werdenden Eltern Geleitschutz auf dem Weg ins Krankenhaus gegeben. Foto: picture alliance/dpa

Mit Blaulicht in den Kreißsaal – so dramatisch hat das Leben eines kleinen Erdenbürgers begonnen. Die Polizei hat die werdenden Eltern aus einem Stau befreit und mit dem Streifenwagen ins Krankenhaus geleitet.

Nürtingen - Siebzehn Minuten – so viel hat gefehlt, und im Ausweis des neuen Erdenbürgers wäre unter Geburtsort die Bundesstraße 313, Höhe Gewerbegebiet Bachhalde, eingetragen worden. Genau dort steckte der künftige Papa am Dienstagmorgen im Nürtinger Dauerstau – mit der hochschwangeren Frau neben sich. Das Baby wollte ans Licht der Welt, und die werdenden Eltern sahen nur rote Rücklichter. Ihr Ziel, das Krankenhaus auf dem Säer war noch weit, doch die Rettung nah. Eine Polizeistreife, ebenfalls im Stau auf der zweispurigen Straße steckend, schloss just auf der Nebenspur auf. Fenster runter gekurbelt, Notlage geschildert – und ab ging die Post, respektive die Polizei! Mit Blaulicht geleiteten die Beamten den Wagen der werdenden Eltern durch die sich bildende Rettungsgasse über die Bundesstraße und die Neckarbrücke bis hinauf auf den Säer. „Um exakt 8.23 Uhr fuhr die Streife auf das Gelände des Krankenhauses und übergab die Familie dem Personal der Klinik“, heißt es im Polizeibericht. Gegen 8.40 Uhr bekamen die Polizeibeamten die Rückmeldung aus dem Krankenhaus, dass die dreijährige Tochter des Ehepaars ein gesundes Geschwisterchen bekommen hatte.

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