Michael Kraus hat in Kiel noch den Ausgleich in der Hand. Foto: Baumann

Bitter: Der TVB Stuttgart führte bei Meister Kiel zur Pause mit drei Toren, musste sich am Ende aber mit 24:25 geschlagen geben. Trainer Markus Baur macht das Spiel Mut: „Mit dieser Leistung werden wir unsere Punkte holen.“

Kiel - Der große Kampf des TVB Stuttgart ist am Sonntag nicht belohnt wurden, Sekunden vor Schluss vergab Spielmacher Michael Kraus (5 Tore) mit seinem Wurf einen möglichen Punkt, sodass der Handball-Bundesligist beim amtierenden Rekordmeister am Ende eine undankbare 24:25-Niederlage hinnehmen musste. Zur Pause hatten die Gäste, die mit dem Flugzeug angereist waren und von Beginn an sehr konzentriert wirkten, sogar noch mit 15:12 geführt. „Hut ab vor dem Auftritt meiner Mannschaft, sie hat den Gegner permanent unter Druck gesetzt“, sagte Trainer Markus Baur, der wusste, dass der Zeitpunkt gegen Kiel zwischen Champions League und Final Four im Pokal aus Stuttgarter Sicht nicht ungelegen kam.

„Wir waren etwas müde“, gab Kiels Trainer Alfred Gislason zu, der noch René Toft Hansen in der Hinterhand hatte und nach der Halbzeit auch einwechselte. Zudem kam auf der Torhüter-Position für den Dänen Niklas Landin, am Donnerstag in der Champions League noch der gefeierte Matchwinner bei den Rhein-Neckar Löwen, der EM-Held Andreas Wolff, der in den nicht einmal 30 Minuten ein Dutzend Bälle parierte – und so eine Überraschung des TVB verhinderte. Trotzdem kamen die Gäste nach einem zwischenzeitlichen Viertore-Rückstand immer wieder bis auf einen Treffer heran, nachdem Trainer Markus Baur fast permanent mit dem siebten Feldspieler agiert hatte.

Es geht auch ums Torverhältnis

Am Ende überwog bei den Schwaben sicher die Enttäuschung, nachdem der Geschäftsführer Jürgen Schweikardt vor dem Spiel noch betont hatte: „Es geht für uns auch ums Torverhältnis.“ Das ist durch die knappe Niederlage weiter intakt – im Abstiegskampf zählt jeder Treffer. Die Mannschaft hat jetzt Pause bis zum Gründonnerstag, dann kommt die HSG Wetzlar in die Scharrena. Und dann geht es für Stuttgart nicht mehr nur ums Torverhältnis, sondern eben vor allem um die Punkte. „Die werden wir noch holen, wenn wir diese Leistung in die nächsten Spiele mitnehmen“, ist Baur überzeugt.

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