Rainer Widmayer: Co-Trainer bei Hertha BSC – und bald zurück in Stuttgart? Foto: Baumann

Der VfB Stuttgart hat auf der Suche nach einem weiteren Co-Trainer für seine Bundesligamannschaft einen alten Bekannten im Blick.

Stuttgart/Berlin - Auch am Dienstagvormittag war der Trainingsplatz des VfB Stuttgart gut gefüllt. Nicht nur mit Spielern des Fußball-Bundesligisten, auch die Trainer waren zahlreich erschienen. Chefcoach Markus Weinzierl, dessen Assistent Wolfgang Beller, die Athletiktrainer Thomas Barth und Matthias Schiffers sowie Torwarttrainer Marco Langner. Ein stattliches Team – das aber noch Verstärkung bekommen soll.

Der VfB plant einen Co-Trainer einzusetzen, der als Konstante des Clubs agiert – unabhängig von den Entwicklungen um den jeweiligen Cheftrainer. Und da kommt ein alter Bekannter ins Spiel.

Aus der Hauptstadt ist zu hören, dass sich der VfB derzeit darum bemüht, Rainer Widmayer von Hertha BSC loszueisen – was sich mit Informationen unserer Redaktion deckt. Der 51-Jährige ist dort seit Anfang 2015 Co-Trainer unter Chefcoach Pal Dardai.

Einst treuer Begleiter von Markus Babbel

Beim VfB war der in Sindelfingen geborene Fußballlehrer einst im Trainerteam der zweiten Mannschaft aktiv, von 2008 bis 2009 war er dann Assistent des damaligen Stuttgarter Chef-Trainers Markus Babbel, mit Alexander Zorniger als zweitem Co-Trainer. Als Babbel scheiterte, wurden auch seine Assistenten freigestellt. Widmayer hatte zuvor bereits Krassimir Balakov zu Grashopper Zürich und zum FC St. Gallen begleitet, später folgte er Markus Babbel zu Hertha BSC und zu 1899 Hoffenheim. Danach kehrte er in die Bundeshauptstadt zurück. In seinem einzigen Spiel als Interims-Chefcoach führte er die Berliner durch einen 3:1-Erfolg gegen Kaiserslautern ins Viertelfinale um den DFB-Pokal.

Widmayer, als Spieler in der zweiten Liga für den SSV Ulm 1846 am Ball, war bereits als Co-Trainer beim VfB Stuttgart im Gespräch, als Hannes Wolf verpflichtet wurde. Man wollte dem jungen Coach einen in der Bundesliga erfahrenen Routinier zur Seite stellen, der selbst keine Ambitionen mehr auf die Chefrolle hegt. Aber Wolf lehnte ab, baute stattdessen voll und ganz auf seinen langjährigen Vertrauten Miguel Moreira.

Nun ist das Thema wieder aktuell – unter erschwerten Bedingungen. Widmayers Vertrag bei Hertha BSC läuft noch bis zum Ende der laufenden Saison. Und weil Widmayer ein entscheidender Anteil am Berliner Aufschwung zugerechnet wird, blocken die Berliner aktuell. Widmayer genießt in Berlin den Ruf eines exzellenten Kenners der Branche, eines guten Analytikers und eines zuverlässigen Zuarbeiters.

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