Im Jahr 2005 ist Christof Bolay zum ersten Mal zum Oberbürgermeister von Ostfildern gewählt worden. Foto: Pressefoto H. Rudel

Beim Neujahrsempfang der Stadt Ostfildern erklärt der Oberbürgermeister, dass er sich Anfang 2021 erneut zur Wahl stellen wird. Der 51-Jährige hat eigenen Angaben zufolge weiterhin genug „Ideen, Kraft und Ausdauer“ für eine weitere Amtszeit.

Ostfildern - Eines ist sicher: In Nellingen wird in diesem Jahr gewiss gefeiert. Denn vor genau 900 Jahren ist der Ostfilderner Stadtteil zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden. Deshalb wird es unter anderem am Sommeranfang ein Festwochenende mit Straßenumzug geben – und deshalb hat auch der TV Nellingen dieses Mal das Rahmenprogramm zum Neujahrsempfang der Stadt Ostfildern am Sonntag im Nellinger Kubino gestaltet.

Ob der Hauptredner, Ostfilderns Oberbürgermeister Christof Bolay im kommenden Jahr dann ebenfalls feiern darf, ist noch offen. Immerhin hat er – wenn auch erst am Schluss seiner Rede – seine mit Spannung erwartete Entscheidung bekannt gegeben: „Ostfildern, die Stadt und vor allem ihre Menschen, war und ist für mich eine Herzensaufgabe. Und weil das so ist, und ich vor allem weiterhin viele Ideen, Kraft und Ausdauer für das Lösen der Probleme unserer Stadt habe, werde ich mich bei der Anfang 2021 anstehenden OB-Wahl wieder um dieses wunderbare Amt bewerben“, erklärte er und erhielt dafür sehr freundlichen Applaus.

Mehr als ein Zwischenstopp auf der Karriereleiter

Als er im Jahr 2005 im Alter von 36 Jahren zum ersten Mal in Ostfildern kandidiert habe, hätten viele Bürger gemutmaßt, dass Christof Bolay Ostfildern nur als Zwischenstopp auf der Karriereleiter mitnehmen würde. Diesem Vorwurf habe er schon damals heftig widersprochen. Bolay: „Und 15 Jahre später stehe ich nach wie vor voller Freude hier.“ Dabei wisse er, dass politische Ämter immer Verantwortung auf Zeit bedeuteten.

Zuvor hatte Bolay ein Bild der zukünftigen Entwicklung der Stadt gezeichnet. Es gehe darum eine ökologische Gesellschaft, eine Wissensgesellschaft und eine Bürgergesellschaft zu formen, die dann in eine Wir-Gesellschaft münden sollte.

Glücklich mit dem E-Smart

Jeder einzelne könne einen Beitrag zur ökologischen Gesellschaft leisten. Er selbst beispielsweise sei sehr glücklich mit seinem Elektro-Smart als Dienstwagen, ermögliche dieses es ihm doch, geschmeidig in jede Lücke einzuparken. Dass Bildung wiederum der entscheidende Schlüssel für den Erfolg heute und in der Zukunft sei, wisse jeder. Deshalb lege Ostfildern großen Wert auf die qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder. Zur Wissensgesellschaft gehöre heute auch ohne Zweifel das Internet. Da tue die Stadt viel, um das Breitbandnetz auszubauen.

Weit sei die Stadt schon auf dem Weg zur Bürgergesellschaft. Er sei stolz darauf, dass sich besonders viele Bürgerinnen und Bürger ins Stadtleben einbrächten. Auch die Bürgerstiftung oder die Bürgerenergiegenossenschaft seien ein Ausdruck dieses Engagements für die Stadt. Erstmals, so kündigte er an, soll es in der Stadt im Herbst eine große Putzaktion unter dem Motto „Ostfildern räumt auf!“ geben.

Auf dem Weg zur Wir-Gesellschaft

Die Wir-Gesellschaft wiederum führe all dieses zusammen und gewährleiste, dass jeder in der Stadtgesellschaft wertgeschätzt und niemand davon ausgeschlossen werde. Es gehe also auch darum, die steigende Zahl älterer Menschen in das soziale Leben der Stadt einzubinden. Auch die Stärkung von nachbarschaftlichen Beziehungen können einen beitrag auf dem Weg zur Wir-Gesellschaft leisten.

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