Ab jetzt können sich Start-ups aus Baden-Württemberg in der Datenbank eintragen lassen. Foto: baden-wuerttemberg.startupspot.de/StZ/StN

Eine neue Internetplattform will Licht in die Start-up-Szene in Baden-Württemberg bringen: bei „Start-up-Spot BW“ können Gründer ihre Unternehmen vorstellen. Baden-Württemberg ist die erste Regionalausgabe des Portals außerhalb Hamburgs.

Stuttgart - tartschuss für den Start-up-Spot BW: Der Verein Start-up Stuttgart hat jetzt eine Internetdatenbank ans Netz gebracht, die einen bisher nicht dagewesenen Überblick über die Szene in Baden-Württemberg ermöglichen soll. Vorbild ist ein seit zwei Jahren von der privaten Initiative Hamburg Start-ups initiiertes Projekt, das Start-up-Daten sammeln und aufbereiten soll. Auf dem neuen Start-up-Spot Baden-Württemberg können sich die Start-ups selbst kurz vorstellen. Die Kenndaten reichen vom Gründungsdatum über das Geschäftsmodell und die Zahl der Mitarbeiter bis zu den Kontaktdaten und dem Link auf die Webseite. Offene Jobs können ebenfalls erwähnt werden, auch wenn die neue Plattform ausdrücklich kein Jobportal, sondern eine generelle Informationsquelle sein soll.

Die erfassten Daten der Start-ups lassen sich auf dem Portal auf vielfältige Weise analysieren. So lässt sich beispielsweise grafisch ablesen, wie viele Unternehmen sich in welchen Branchen tummeln, wie viele Menschen dort arbeiten, wann sie gegründet wurden oder auch wie groß der Frauenanteil unter den Gründern ist.

Für eine Registierung gelten klare Qualitätskriterien

Die Attraktivität von Start-up-Spot BW steht und fällt allerdings mit der Qualität der erfassten Daten, zumal es im Netz bereits eine Vielfalt von Start-up-Katalogen gibt. Vor der Aufnahme in die Datenbank werde überprüft, ob hinter den Adressen auch tatsächlich Substanz stecke, sagt Michael Haufler von Start-up Stuttgart.

Die Gründungen müssen den Kriterien für ein Start-up entsprechen. Sie sollten analog zur Definition des Bundesverbands Deutsche Start-ups nicht älter als zehn Jahre sein, ein auf Wachstum zielendes Geschäftsmodell haben und technologisch innovativ sein. „Wir werden jede Eintragung erst einmal daraufhin prüfen“, sagt Haufler: „Das soll kein Portal sein, wo man etwa eine neu eröffnete Imbissbude registrieren kann. Wenn man allerdings sein Essen über eine Online-App verkauft oder irgendwann 2000 Buden eröffnen will, dann könnten die Kriterien erfüllt sein.“ Die verlässliche Einhaltung solcher Qualitätsstandards sei der Grund, warum sich Hamburg Start-ups mit dem Verein Start-up Stuttgart einen regionalen Partner gesucht habe.

Der StartupSpot BW füllt im Land eine Lücke

Baden-Württemberg ist die erste Regionalausgabe des Portals außerhalb Hamburgs. Mittelfristig soll aber eine gesamtdeutsche Start-up-Datenbank entstehen. „Wir wollen mit dem Projekt dafür sorgen, dass der Start-up-Standort Baden-Württemberg besser sichtbar wird“, sagt Haufler. Sowohl die Politik und die Wissenschaft als auch etablierte Unternehmen und die breite Öffentlichkeit bekämen hier erstmals einen schnellen und kompakten Überblick.

Auch wenn das Portal von einem Stuttgarter Verein lanciert wird, richtet es sich ausdrücklich an Start-ups aus ganz Baden-Württemberg. Man wolle gezielt mit anderen Standorten aus dem Land kooperieren und dort für die Plattform werben, sagt Haufler. Ein solcher Anlaufpunkt fülle im Land in der Tat eine Lücke, sagt Andreas Kuckertz, Wissenschaftler und Start-up-Experte an der Universität Stuttgart-Hohenheim: „Mit dem Start-up-Spot BW wird ein einzigartiger Überblick über innovative, unternehmerische Aktivitäten in Baden-Württemberg geschaffen.“

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