Neues Festival im Rems-Murr-Kreis Diese Bands spielen bei Winnenden Goes Metal

Von Phillip Weingand 

Heavy-Metaller sind schlecht gelaunte Menschenhasser? Ein Verein aus dem Rems-Murr-Kreis will dieses Klischee widerlegen und ruft ein neues Festival ins Leben. Am 22. September wird in der Hermann-Schwab-Halle gerockt.

Winnenden - Heavy-Metaller haben nicht den Ruf, Menschenfreunde zu sein. Immerhin sind dunkle Mächte, Horrorgeschichten und Gewalttaten gern aufgegriffene Themen der Songtexte. Dass mit dieser Musik auch Gutes getan werden kann, will ein Verein aus Winnenden beweisen: 13 Ehrenamtliche bereiten ein Festival vor, von dessen Erlös ein kleiner Teil einem wohltätigen Zweck zukommen soll.

Die Flyer für „Winnenden goes Metal“, kurz WGM, sind gedruckt, auch die Bands, die am 22. September in der Hermann-Schwab-Halle auftreten sollen, stehen fest. „Wir wollten nicht nur etwas für die Kultur, sondern auch etwas Gutes tun“, erzählt Vorstand Jens Tichatschke. Vom Ticketpreis von 50 Euro (45 Euro im Vorverkauf) gehen 1,50 Euro an die Winnender Tafel.

Der Erste Bürgermeister wirbt für das Winnenden Goes Metal-Festival

Für die Organisatoren ist das Festival eine Premiere. Anfangs gab es Bedenken wegen der Sicherheit der rund 1000 Besucher, mit denen die Veranstalter rechnen. „Wir haben konstruktiv mit der Stadt zusammengearbeitet, unser Sicherheitskonzept wird von Polizei und Feuerwehr geprüft“, sagt der Organisator zuversichtlich.

Unterstützung erhält der Verein vom Ersten Bürgermeister Norbert Sailer. Der Schultes erzählt in einem Video auf der Internetseite des Vereins, Heavy Metal mache Menschen „netter, ruhiger und friedlicher“. An der szenetypischen Handgeste, der „Pommesgabel“ – einer Faust mit gespreiztem Zeige- und kleinem Finger –, muss Sailer zwar noch arbeiten. Sollte er aufs WGM kommen, hätte er aber genügend Gelegenheit: Fünf Stunden soll das Musikprogramm dauern.

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