In dem Ort entsteht ein Trendsportzentrum, das bei den künftigen Nutzern schon jetzt gut ankommt. Etwas Geduld ist aber noch gefragt, bis der Pumptrack und die Skateanlage vollumfänglich genutzt werden können.
Auf das Brett stehen, konzentrieren, in die Knie gehen und Schwung aufnehmen: Lukas Rosengrün hat beim künftigen Trendsportzentrum gezeigt, was er auf seinem Skateboard kann – selbst an der steilsten Stelle des Pumptracks. Ehningens Bürgermeister gehörte am Mittwoch beim Baustellenbesuch neben Bauamtsleiter Dan Häring und einer Gruppe Jugendlicher zu denjenigen, die auf der speziellen und künstlich angelegten Mountainbikestrecke unterwegs waren.
„Ich bin froh, dass ich mich nicht verletzt habe“, sagte Rosengrün schmunzelnd, der früher viel auf dem Board unterwegs war, wie er erzählte. Was man ihm auf dem Pumptrack aber auch ansah. Mit Mitte 20 hat er diese Art der Fortbewegung aber eingestellt.
Der Pumptrack entsteht seit dem 11. März bei der Sporthalle Schalkwiese. Und mit ihm eine Skateanlage. Diese beiden Projekte bilden den Startschuss für das dortige Gelände, das in Zukunft auch erweitert werden soll. Das stellte Rosengrün bei dem Pressetermin in Aussicht. Als Beispiel nannte er unter anderem eine Anlage zum Klettern. Vor allem deswegen war es ihm wichtig, von einem Trendsportzentrum zu sprechen, statt von einem Skatepark.
Bürgermeister dankt den Kindern und Jugendlichen
Bei den Jugendlichen hatte jedoch zunächst der Pumptrack am meisten Zuspruch erhalten, gefolgt von der Skateanlage auf Rang zwei. „Deswegen haben wir gesagt: Wir machen gleich beides“, sagte der Bürgermeister, der sich bei seiner Rede zum Zwischenstand auch auf den etwas versteckten und abgelegenen Standort hinter der Halle bezog: „Hier ist vor allem genug Platz.“
Sein Dank für die Umsetzung des Projekts galt zunächst den jüngsten Anwesenden. Denn die Kinder und Jugendlichen hatten die Chance, sich einzubringen. Die Beteiligung, angefangen mit einer Online-Umfrage, sei groß gewesen, wie Melanie Wolff von der Kommunalen Kinder- und Jugendarbeit zu den Anfängen im Jahr 2022 berichtete.
Fahrspaß auf 600 Quadratmetern
In zwei Beteiligungsworkshops war das Planungsbüro LNDSKT miteingebunden und hat die Anregungen der potenziellen Nutzer der Anlage beachtet. Dem konnte Max Leyendecker nur zustimmen. „Die Wünsche, die wir hatten, wurden erfüllt“, bilanzierte der 13-Jährige, der nicht als einziger gekonnt mehrere Runden auf der kurvigen und etwa 600 Quadratmeter großen Asphaltfahrfläche drehte.
Er hatte ebenso an den Workshops teilgenommen wie viele weitere, unter ihnen auch Zehntklässler Marvin. Der 15-Jährige meinte: „Insgesamt sind wir, glaube ich, alle echt zufrieden, dass etwas gebaut wurde.“ Er und seine Mitstreiter zogen dem Skateboard jedoch ihre Roller vor. Die sind für den Kurs, für den die Asphaltarbeiten abgeschlossen sind, ebenfalls geeignet. Er ist aus Sicht von Eren Misket „für Fortgeschrittene interessant, aber auch anfängerfreundlich“. Der 15-Jährige, der teilweise ebenfalls an der Entwicklung beteiligt war, hofft auch, dass der Platz ein Treffpunkt wird.
Skateanlage mit Rampen und Hindernissen
Ergänzt wird der Pumptrack durch einen Aufenthaltsbereich – und eben durch eine Skateanalage, mit deren Bau Anfang Mai begonnen werden soll. Erst wenn sie fertig und sicherheitstechnisch abgenommen ist, wird auch der Pumptrack freigegeben.
Geplant sei für die Skateanlage eine Ortbetonfläche von 600 Quadratmetern. Das Element werde Rampen und Hindernisse für unterschiedliche Schwierigkeitsstufen enthalten. Eine der Rampen werde barrierefrei und somit sogar für den Rollstuhlsport optimiert sein.
Bauende in Sichtweite
Die Gemeinde geht aktuell von 635 000 Euro Gesamtkosten für das Projekt aus. 230 000 Euro davon übernimmt die Region Stuttgart. Anfang oder Mitte Juli sollen die Bauarbeiten beendet sein und die Strecken können genutzt werden. Im Herbst sind noch die Begrünungsarbeiten geplant.
Der Wunsch nach einem Skatepark ist in Ehningen kein neuer, es gab ihn bereits vor mehr als einem Jahrzehnt. Damals scheiterte das Vorhaben am Gemeinderat. Nun hat der Ort bald zwei neue Anlagen – und einen Bürgermeister, der bei Gelegenheit womöglich auch mal wieder mit seinem Skateboard vor Ort ist.
Frühjahrsempfang
Verschoben
Während die meisten Kommunen einen Neujahrsempfang veranstalten, ist Ehningen unter Bürgermeister Lukas Rosengrüns ins Frühjahr umgezogen. 2023 fand der Empfang erstmals im April statt.
Termin
Der diesjährige Empfang findet am Sonntag, 14. April, um 14 Uhr in der Turn- und Festhalle statt. Bürgermeister Rosengrün hält eine Rede, zudem werden Gemeinderatsmitglieder geehrt. Für Musik sorgen der Musikverein Ehningen, das Café del Mundo und die c’OHRwürmer.