Oliver Bechen ist der neue Quartiersmanager in Wangen. Foto: Mathias Kuhn

Seit 1. Juni ist Oliver Bechen der neue Quartiersmanager in Wangen. Als ein wichtiges Projekt sieht er den Bürgertreff im ehemaligen Gasthaus Lamm an. Eine Stiftung spendet 15 000 Euro für die Ausstattung.

Wangen - Die regelmäßigen Kunden des Wangener Wochenmarktes kennen ihn: Oliver Bechen ist seit Juni der Quartiersmanager für Wangen. Im Rahmen des Projekts „Quartier 2020“ soll er ein Bindeglied zwischen den Einwohnern und den verschiedenen Projekten sein, die momentan in Wangen durchgeführt werden. Mittwochs baut er seinen Infostand vor der Kelter auf. Mit dem Projekt „Quartier 2020 – Älter werden in Stuttgart-Wangen – Gemeinsame Entwicklung des Stadtbezirks“ soll die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger erhöht werden. „Mein Hauptaugenmerk liegt zunächst darauf, die Anliegen der Wangener herauszufinden und öffentlich zu machen“, so Bechen. Sein Infostand gilt als Anlaufstation für Sorgen und Wünsche, gleichzeitig will er mit den Plakatwänden über die Fortschritte der unterschiedlichen Vorhaben informieren. Das beherrschende Anliegen der Wangener ist die Nutzung der ehemaligen Gaststätte Lamm. Die Räume würden sich als Bürgertreff eignen. „Als einen Ort der Begegnung, an dem sich die Wangener in Ruhe treffen können“, verdeutlicht Bechen. Er unterstützt die „Initiative Lamm als Bürgerhaus“ aktiv.

Gasthaus-Schild abgehängt

Als erstes Zeichen, dass es vorangeht, hat er das alte Gasthaus-Lamm-Schild abgehängt. In einem weiteren Schritt ist es der Stadtverwaltung gelungen, Mittel von der Gebrüder Schmid-Stiftung zu gewinnen. „Die Stiftung hat 15 000 Euro für die Ausstattung des Erdgeschosses zur Verfügung gestellt“, berichtete Bezirksvorsteherin Beate Dietrich. Das Geld soll in erster Linie für die Anschaffung von Mobiliar ausgegeben werden. Mittelfristig soll dort ein offener Treff entstehen, in dem auch Beratungsmöglichkeiten angeboten werden. Über das Bezirksbeirats-Budget werde zudem vermutlich eine Machbarkeitsstudie finanziert. Sie soll den Geldbedarf für einen Umbau ermitteln und die Grundlage für die kommenden Haushaltsberatungen des Gemeinderats im Herbst 2019 bilden.

Generationenzentrum besser einbeziehen

Als weiteren Baustein verfolgen die Quartier-2020-Verantwortlichen die noch bessere Einbeziehung des Generationenzentrums Kornhasen in den Stadtbezirk. Die Räume im Pflegeheim bieten sich für offene Veranstaltungen an. Sie werden, so zeigte es sich bei den ersten Terminen, von der Bevölkerung gerne angenommen. Als weiteren Treffpunkt – auch für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund – hat Bechen ein verwildertes Gartengrundstück in der Nähe des Wangener Friedhofs gefunden, das gemeinsam wieder urbar gemacht und für Freizeitaktivitäten genutzt werden kann. „Zudem biete ich auch Beratungen oder die Vermittlung zu zahlreichen Hilfsangeboten an.“

Sein Büro ist in der Ulmer Straße 350. Er ist unter Telefon 216 25437 oder per Mail oliver.bechen@stuttgart.de erreichbar.

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