Olaf Drescher – hier bei einer Testfahrt in einem ICE auf der Fahrt zwischen Leipzig und Erfurt – macht das halbe Dutzend voll: Der Ingenieur ist der sechste Mann an der Spitze von Stuttgart 21. Foto: dpa/Jan Woitas

Der Ingenieur Olaf Drescher übernimmt das Kommando in der Projektgesellschaft, die den neuen Stuttgarter Bahnknoten und die neue Strecke Richtung Ulm baut. Seit Hauptaugenmerk wird dem Terminplan und der Kostenentwicklung von Stuttgart 21 gelten müssen.

Stuttgart - Wenn Olaf Drescher das Gebäude der S-21-Projektgesellschaft betritt, weiß er, was die Uhr geschlagen hat. Im Eingangsbereich des tristen Zweckbaus an der Räpplenstraße am Rand der Stuttgarter Innenstadt zählt eine Uhr mit roten Ziffern die verbleibende Zeit bis zur Inbetriebnahme der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm herunter. Der Countdown endet am 10. Dezember 2022. An jenem Samstag soll die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke über die Schwäbische Alb erstmals von Zügen, die nicht nur reinen Testzwecken dienen, befahren werden. Doch ist damit Dreschers Aufgabe noch lange nicht beendet, bestenfalls ist der weniger komplexe Teil abgearbeitet.

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