Sara Gielen: Die 51-Jährige folgt zum 1. Juli auf Falk Pruscha Foto: Archiv/Ford-Werke

Mercedes rochiert sein Führungspersonal in Sindelfingen: Sara Gielen übernimmt die Werkleitung, ihr Vorgänger Falk Pruscha wechselt auf E-Antriebe und übernimmt die Leitung in Untertürkheim.

So schnell kann es gehen: In dieser Woche gab Mercedes-Benz seiner Sindelfinger Belegschaft bekannt, dass es einen Wechsel an der Spitze des weltweit größten Produktionsstandorts geben wird: Sara Gielen folgt zum 1. Juli auf Falk Pruscha. Er übernimmt die „Gewerkeverantwortung Produktion elektrischer Antriebsstrang und Strategie PT“. Pruscha, der erst im Juli 2023 die Nachfolge von Michael Bauer angetreten hatte, wird im Laufe des Jahres zusätzlich die Standortverantwortung Stuttgart-Untertürkheim übernehmen, teilte Mercedes-Benz intern mit.

 

Sara Gielen war erst in diesem Frühjahr von Ford zu Mercedes nach Sindelfingen gewechselt. Bei ihrem vorigen Arbeitgeber leitete sie zuletzt das Werk in Saarlouis mit 4500 Mitarbeitern. Die 51-Jährige begann ihre Karriere bei Ford im Jahr 2000 als Launch-Koordinatorin im belgischen Genk und bekleidete seitdem verschiedene Führungspositionen im europäischen Fertigungsbereich, so der US-Autobauer. Gielen leitete im Kölner Ford-Werk von 2014 bis 2019 die Endmontage sowie das Presswerk und den Karosseriebau. Vor ihrem Wechsel nach Saarlouis war sie stellvertretende Werkleiterin der Kölner Fiesta Fertigung.

Vorherige Wirkungsstätte bei Ford in Auflösung

Das Ford-Werk in Saarlouis befindet sich allerdings in Auflösung und soll zum November 2025 geschlossen werden, berichteten Branchenmedien unlängst. Dem war ein monatelanger Kampf um die Zukunft des Standorts vorangegangen, die Hoffnung auf einen neuen Investor aus der Autoindustrie erfüllte sich nicht. Im März dieses Jahres wurde das Aus für den Standort bekannt gegeben. Laut dem Bericht einer Boulevard-Zeitung habe Gielen ihre Position bei Ford auf eigenen Wunsch verlassen.

Mercedes-Benz dankt dem scheidenden Werkleiter Falk Pruscha für sein Engagement und seinem Einsatz. Er habe neben dem Auslauf der Halle 36, der Integration der E-Klasse in die Halle 46 und dem Aufbau der dortigen Nachtschicht, die Stärkung des Manufaktur-Geschäfts forciert und maßgeblich zur Weiterentwicklung des Standorts beigetragen, so der Hersteller.