Der Schwaben-Park in Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) bereitet sich auf die kommende Saison vor. Derzeit wird seine neueste Attraktion aufgebaut. Welche Details sind darüber bekannt und welche Rolle spielt KI dabei?
Die Achterbahnen stehen still, keine Besucherschlangen drängeln sich vor dem Einlass – doch trotz der Winterpause tut sich beim Schwaben-Park, dem familiengeführten Erlebnispark in Kaisersbach im Rems-Murr-Kreis, derzeit einiges. Die Mitarbeiter des Parks, der vor allem bei Familien mit jüngeren Kindern beliebt ist, arbeiten gerade daran, die nächste Attraktion auf seine Jungfernfahrt vorzubereiten. Sie wird schon vollmundig als „weltweit einzigartige KI-unterstützte Attraktion“ angepriesen.
Der Park preist die Attraktion als KI-unterstützte Weltneuheit
Darum, um was für eine Art Fahrgeschäft es sich bei „Hans Dampf und die total verrückte Weltreise mit der Schwäbischen Eisenbahn“ tatsächlich handelt, machen die Verantwortlichen aber derzeit noch ein Geheimnis. Fest steht auf jeden Fall, dass die Attraktion im oberen Bereich des Parks aufgebaut wird und – der Name verrät’s – einen Eisenbahnbezug haben wird.
„Diese einzigartige Expedition verspricht den Besuchern eine Reise durch die Wüste, unter die Meeresoberfläche und darüber hinaus, die sie nicht so schnell vergessen werden“, heißt es von Seiten des Parks. Ob dafür tatsächlich eine Eisenbahn den Park befahren wird, scheint fraglich: Schienen, die dafür ja nötig wären, wurden laut Informationen unserer Zeitung keine verlegt, und Wüsten und Meere sind im Schwäbischen Wald auch relativ selten zu finden.
Nichtsdestotrotz werden die Besucher offenbar in eine Bahn einsteigen können. Der Parksprecher Marcel Bender verrät, dass es zu diesem Zweck auch einen nachgebauten Bahnhof geben wird. „Bei dessen Außengestaltung orientieren wir uns an echten alten, schwäbischen Bahnhöfen wie dem an der Laufenmühle in Welzheim.“ Offenbar soll die Unterstützung mit Künstlicher Intelligenz irgendwo im Wartebereich der Attraktion zu bewundern sein.
Bis die Besucher ausprobieren können, ob „Hans Dampf“den geweckten Erwartungen gerecht wird, dauert es aber noch eine Weile: Die Saison im Schwaben-Park beginnt am Samstag, 23. März, noch im Frühjahr soll „Hans Dampf“ fertig sein. Die Bilder vom Rohbau, die unserer Redaktion vorliegen, lassen noch nicht viel erkennen.
Die Eintrittspreise im Schwaben-Park steigen leicht an
Die ungewöhnliche Eisenbahnfahrt wird nicht die einzige Neuerung sein, die in der kommenden Saison auf die Gäste wartet. So wird der Park im Herbst 2024 zum ersten Mal auch abends geöffnet. In den sogenannten „Gespensternächten“ zwischen dem 25. Oktober und dem 3. November sollen Besucher den Freizeitpark von 11 bis 19 Uhr auch im Dunkeln und illuminiert erleben. An den Wochenenden vom 29. November bis zum 29. Dezember findet dann der „Adventstraum“ statt – ebenfalls ein Novum in diesem Jahr, bei dem die Besucher zumindest einen Teil des ansonsten geschlossenen Parks in weihnachtlicher Aufmachung erleben können.
Bei all dem sollte aber auch erwähnt werden, dass der Park seine Preise leicht anhebt – Parksprecher Bender nennt die allgemein gestiegenen Kosten als Grund dafür. Die Steigerung sei allerdings moderat: „Bei den Tagestickets liegen sie beispielsweise bei einem Euro.“ Um von den Strompreisen unabhängig zu werden, versorgte sich der Park bereits im vergangenen Jahr zu 50 Prozent mit selbst erzeugter Elektrizität. „Bis in einem oder zwei Jahren wollen wir unseren Strom zu hundert Prozent selbst produzieren“, sagt Bender. Für den Park ist es nicht das einzige Unterfangen: Auch in dem 2023 übernommenen Hotel am Ebnisee gibt es noch einiges zu tun.