Die Antifa ist in Stuttgart und der Region sehr aktiv und trommelt jetzt für Proteste auf dem Marienplatz. (Archivbild) Foto: 7aktuell.de/Gerlach

Anlässlich der Ausschreitungen in Chemnitz ruft die Stuttgarter Antifa am Mittwoch zu einer Demo am Marienplatz auf. Manche aus der Kommunalpolitik hätten sich in diesem Zusammenhang ein breiteres Bündnis gewünscht.

Stuttgart - Das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart und Region (AABS) hat zu einer Kundgebung auf dem Marienplatz aufgerufen. An diesem Mittwoch will die Antifa ab 18 Uhr unter der Überschrift „Pogrome Chemnitz – dem rechten Mob keinen Meter“ ein Zeichen gegen die Gruppen setzen, die dort am Sonntag auf den Straßen gewütet hatten. Die Stadtverwaltung erwartet einhundert Personen, die Polizei hat ein Auge auf die Veranstaltung.

„Wir werden natürlich vor Ort sein, rechnen aber nicht damit, dass es Probleme gibt“, sagt Jens Lauer, ein Sprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart. Sollte es wider erwarten zu Störungen aus der rechten Szene kommen, die in Stuttgart öffentlich kaum in Erscheinung tritt, werde die Polizei die Kundgebung selbstverständlich schützen – ungeachtet des angespannten Verhältnisses zwischen den Behörden und dem AABS.

Zivilgesellschaft gegen rechte Umtriebe mobil machen

Manche in der Kommunalpolitik hätten sich ein breiter aufgestelltes Bündnis gewünscht, das wegen der Vorfälle in Chemnitz aufsteht. „Ich finde es super, was die Organisatoren da auf die Beine stellen“, sagt Hannes Rockenbauch, der für die Fraktion SÖS/Linke-plus im Stuttgarter Rathaus sitzt. Für künftige Veranstaltungen sei es aber wichtig, dass die gesamte Zivilgesellschaft gegen rechte Umtriebe mobil gemacht werde.

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