Vier weitere Tatverdächtige sitzen nach den Krawallen in U-Haft. Foto: Lichtgut/Julian Rettig (Archiv)

Die Polizei kann weitere Ermittlungserfolge der EG Eckensee vermelden. Sie hat fünf weitere Tatverdächtige ermittelt. Darunter ist auch der bislang jüngste mutmaßliche Beteiligte, der in Haft gekommen ist.

Stuttgart - Nach den Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt im Juni hat die Polizei fünf weitere junge Männer ausfindig gemacht, die daran beteiligt gewesen sein sollen. Darunter ist auch der bislang jüngste Tatverdächtige, der in Untersuchungshaft kam. Nur gegen einen der fünf wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt. Mit den aktuellen Ermittlungserfolgen steigt die Zahl der Tatverdächtigen, denen die Ermittlungsgruppe Eckensee auf die Spur gekommen ist, auf 79.

Am Donnerstag nahm die Polizei drei junge Männer im Alter von 18, 19 und 21 Jahren fest. Der 18-Jährige soll an einem Polizeiauto die Reifen zerstochen haben. Außerdem soll er mit dabei gewesen sein, als Randalierer Geschäfte plünderten. Der 19-Jährige soll ebenfalls mitgemacht haben, als ein Streifenwagen demoliert wurde. Er soll gegen das Auto getreten haben. Der ebenfalls am Donnerstag gefasste 21 Jahre alte Mann soll auch geplündert und Flaschen auf ein Polizeiauto geworfen haben. Gegen alle drei erging ein Haftbefehl. Der 19-Jährige blieb unter Auflagen auf freiem Fuß.

Der jüngste Tatverdächtige in U-Haft ist 15 Jahre alt

Schon seit eineinhalb Wochen sitzt ein 15-jähriger Jugendlicher in Untersuchungshaft. er ist der jüngste Tatverdächtige, der wegen der Randale bislang in Haft kam. Nur ein mutmaßlicher Beteiligter, der ermittelt werden konnte, war mit 13 Jahren jünger. Sein Haftbefehl blieb jedoch außer Vollzug. Der 15-Jährige soll Flaschen auf Polizisten und ihre Streifenwagen geworfen haben, meldet die Polizei.

Einen Stuhl soll ein 18-Jähriger auf einen Polizisten geworfen haben. Dieser junge Mann hat offenbar schon mehr auf dem Kerbholz: Die Polizei nutzte die Gelegenheit, dass er am 20. August wegen eines anderen Falls vor Gericht erscheinen musste, und nahm ihn nach der Verhandlung fest. Auch er kam in Untersuchungshaft.

Einige Haftbefehle werden nicht vollzogen

Von den 79 ermittelten Tatverdächtigen sitzen 24 in Untersuchungshaft. Es wurden jedoch deutlich mehr Haftbefehle erlassen, insgesamt 37. Es blieben jedoch 13 mutmaßliche Randalierer auf freiem Fuß, ihnen wurden Auflagen gemacht, an die sie sich halten müssen.

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