Die trockenen Zweige brannten im Stuttgarter Westen wie Zunder. Foto: Annika Grah

Meterhohe Flammen standen am Donnerstagabend auf dem Platz am Feuersee und sprangen sogar auf umstehende Bäume über. Aber warum lagen die Weihnachtsbäume überhaupt noch da?

Stuttgart - Jetzt sind sie auch weg, könnte der böswillige Betrachter beim Anblick des Feuers am späten Donnerstagabend im Stuttgarter Westen gesagt haben. Ausgediente Weihnachtsbäume hatten am Feuerseeplatz Ecke Gutenbergstraße auf einer Sammelstelle lodernd gebrannt. Eine vorbeifahrende Polizeistreife entdeckte gegen 22.40 Uhr zufällig brennende Bäume auf der Grünanlage und informierte die Feuerwehr. Diese löschte kurze Zeit später den Brand.

Allerdings waren bis dahin die Flammen bereits auf umstehende Bäume übergesprungen und beschädigten zudem eine hängende Straßenlaterne. Die abgelegten Bäume seien, laut Polizei, absichtlich angezündet worden. Von wem ist bisher nicht bekannt.

Flammen springen auf andere Bäume über

Schon seit dem 7. Januar ist die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) mit dem Aufsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume beschäftigt. An insgesamt 180 offiziellen Sammelstellen konnten die Stuttgarter kostenlos ihre alten Bäume ablegen – einer der ausgeschriebenen Plätze war der Feuerseeplatz.

Dass bis heute noch Weihnachtsbäume an den Sammelstellen auf ihre Abholung warten, sei laut AWS ganz normal. Seit Anfang Januar seien drei Fahrzeuge damit beschäftigt, die Plätze im Stadtgebiet zu räumen. „Jeder Platz wird mindestens zwei- und maximal dreimal geräumt“, sagt ein Sprecher der AWS. „Dafür brauchen wir je nach Wetter um die sechs Wochen.“ Wer seinen Baum bisher noch nicht abgegeben hat, erledigt dies am besten auf einem der noch nicht freigeräumten Plätze. Alternativ können die Bäume selbstständig auf der Kompostierungsanlage in Zuffenhausen oder dem Häckselplatz in Möhringen abgegeben werden. Bei den verbrannten Weihnachtsbäumen handelte es sich um normalen Abfall.

Die Polizei nimmt Hinweise zum Brand der Weihnachtsbäume am Feuersee telefonisch entgegen unter 0711/ 89 90 33 00.

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