Mysteriöser Mordfall Kim Wall Polizei findet zweiten Arm in Bucht

Von red/dpa 

Die 30-jährige Journalistin Kim Wall war im Sommer mit Peter Madsen auf dessen U-Boot gegangen - und nicht mehr zurückgekehrt. (Archivfoto) Foto: Tom Wall/AP
Die 30-jährige Journalistin Kim Wall war im Sommer mit Peter Madsen auf dessen U-Boot gegangen - und nicht mehr zurückgekehrt. (Archivfoto) Foto: Tom Wall/AP

Die dänische Polizei hat einen zweiten Arm in einer Bucht bei Kopenhagen gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Arm der schwedischen Journalistin Kim Wall gehört. Der Erfinder Peter Madsen soll Wall getötet haben.

Kopenhagen - Taucher haben in einer Bucht bei Kopenhagen einen weiteren menschlichen Arm gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um einen Teil der Leiche der schwedischen Journalistin Kim Wall handelt. Ein Zusammenhang zum mysteriösen U-Boot-Fall um den mordverdächtigen Erfinder Peter Madsen liege nahe, erklärte Polizeisprecher Jens Møller Jensen am Mittwoch. An der gleichen Stelle in der Køge-Bucht südlich von Kopenhagen war in der vergangenen Woche bereits ein anderer Arm gefunden worden.

Das Leichenteil soll an diesem Donnerstag rechtsmedizinisch untersucht werden. Ist es tatsächlich Walls Arm, wäre die Suche nach den Leichenteilen der zerstückelten 30-Jährigen abgeschlossen. Mehrere Monate lang suchte die Polizei und fand erst den Torso, dann Kopf und Beine.

Prozess beginnt am 8. März

Die schwedische Journalistin war im Sommer mit Madsen auf dessen U-Boot gegangen - und nicht mehr zurückgekehrt. Dem 46-Jährigen wird vorgeworfen, die Frau getötet, missbraucht, dann zerstückelt und über Bord geworfen zu haben. Madsen selbst spricht von einem Unfall. Der Prozess soll am 8. März beginnen.

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