Er will mit einem englischsprachigen Soloalbum seine Generation aufrütteln – der Aktivist und Musiker Daniel Hughes aus Kirchheim. Foto: Thomas Jones

In dieser Reihe stellen wir Musiker aus dem Kreis Esslingen vor. Heute: Der Liedermacher Daniel Hughes aus Kirchheim/Teck. Mit seinem neuen Soloalbum ‚Why’ will er eine ganze Generation aufrütteln.

Kirchheim/Teck - Post-Hipster-Folk-Musik – so bezeichnet Daniel Hughes die Musikrichtung seines neuen Soloalbums ‚Why’. Man könnte den Sound auch als Singer-Songwriter-Musik beschreiben, doch Hughes hat lieber seinen eigenen Begriff dafür erfunden. Mit dem Folk- und Blues-Album betritt der Musiker Neuland. Anders als man es von ihm gewohnt ist, kommt es auf Englisch daher: „Ich fühle mich sowohl im Englischen als auch im Deutschen zuhause und wollte mich im Schreiben von englischen Texten ausprobieren – auch weil ich damit international erfolgreich sein will“, so der 30-Jährige mit deutsch-amerikanischen Wurzeln.

„Mit meinen Texten will ich vor allem Menschen meiner Generation ansprechen“, so Hughes. Die Generation Y – Personen, die zwischen 1980 und 1999 geboren wurden – haben ihn auch zum Namen des Albums ‚Why’ inspiriert. „Diese Generation hat eine globale Verantwortung. Vielleicht schaffen wir es doch noch die Welt zu retten“, sagt Hughes. Mit seinen Texten über negative Veränderungen in der Welt, Vorurteile und Freiheit will er sein Publikum zum Handeln und Nachdenken bewegen. Etwa auch über das Miteinander auf sozialen Plattformen wie Facebook und Twitter. Letzteres findet nicht ohne Ironie in dem Lied „Post-Modern Love Song“ seinen Niederschlag .

Der Wille zur Veränderung ist sein Motor

Musikalisch sorgte Hughes zuletzt vor allem mit Gemeinschaftsprojekten für Aufmerksamkeit: Unter dem Namen Swingology spielt er mit einer Combo Musik der 20er- und 30er-Jahre, und mit dem Swing Bohème Orchestra widmet sich Hughes mit anderen Musikern dem Electro Swing. Neben Auftritten in Kirchheim und Umgebung spielte er mit diesen Projekten auch in der alternativen Einkaufspassage Fluxus in Stuttgart und im SWR Fernsehen auf.

Nun also das Soloalbum das er mit Vsevolod Katsnelson (Bass und Gesang) Sascha Mohnke (Gitarre) und Bill Sathrum (Percussion) aufgenommen hat: „Ich will mich stilistisch nicht festlegen, mich als Liedermacher ausprobieren und weiterentwickeln“, so Hughes. Und das eben auch mit eigenen Texten. Diese spiegeln auch sein Engagement für alternative Lebensformen wider: Hughes hat 2015 in Kirchheim mit anderen Aktivisten die Initiative G.A.N.Z. (Gemeinsam Aktiv und Nachhaltig in die Zukunft) gegründet. Damit setzt er sich für Nachhaltigkeit etwa durch Foodsharing-Projekte oder einer Schenkscheune ein. Nur passend scheint es da, dass er sein neues Album in dem Club Bastion aufgenommen hat.

Releaseparty im geschichtsträchtigen Club

Der kulturell-literarisch-politische Club, der 1968 gegründet wurde, gilt als Ort bürgerschaftlichen Engagements und ist eine Kirchheimer Kult-Konzertstätte. „Wir haben das Album an einem Abend in der Bastion live aufgenommen. Das war für mich sehr wichtig, denn der Club hat die Liedermachszene in Deutschland stark geprägt“, sagt Hughes. Keine Frage, dass auch die Releaseparty dort stattfinden wird.

Party: Die CD-Release-Party ist am 22. April, um 20.30 Uhr, im Kirchheimer Club Bastion.

Hier gibt es einen Vorgeschmack auf das neue Album:

Hier kann man sich einen Eindruck vom Swing Bohème Orchestra machen.

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