Mehr als 300 Menschen sind am Mount Everest seit seiner Erstbesteigung ums Leben gekommen. Foto: dpa

Bei einer Müllsammelaktion am Mount Everest sind vier Leichen entdeckt worden. Die Körper wurden durch Schneeschmelze freigelegt.

Kathmandu -

Bei einer großen Reinemachaktion auf dem Mount Everest sind neben 11 000 Kilogramm Müll vier Leichen entdeckt worden, die von der Schneeschmelze freigegeben wurden. Sie seien zur Identifizierung in ein Krankenhaus in Kathmandu geflogen worden, sagte ein Beamter des Tourismusministeriums, Danduraj Ghimire, am Mittwoch. Wochenlang hätten Reinigungskräfte Lebensmittelverpackungen, Dosen, Flaschen und leere Sauerstoffflaschen auf dem höchsten Berg der Erde eingesammelt.

Mehr als 300 Menschen am Berg gestorben

Seit der Erstbesteigung 1953 sind mehr als 300 Bergsteiger auf dem Everest ums Leben gekommen. Unbekannt ist, wie viele Leichen immer noch auf dem Berg sind. Aufzeichnungen darüber gibt es nicht.

In dieser Saison sind bereits elf Menschen am Mount Everest ums Leben gekommen. Die nepalesischen Behörden bezeichneten die Säuberungsaktion als Erfolg, vom ganzen Müll sei der Berg damit aber nicht befreit worden. Viel Abfall sei von Schnee bedeckt und werde nur sichtbar, wenn die Temperaturen steigen.

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