Polizisten durchsuchen im Juni 2010 bei Heidenheim im Mordfall Bögerl ein Rapsfeld. Ein neuer Zeuge soll nun in München verhört worden sein. Foto: dpa

Laut einem Medienbericht hat die Polizei den neuen Zeugen im Mordfall der Bankiersgattin Maria Bögerl in München vernommen. Äußern wollte sich von den zuständigen Behörden keine.

Ulm/Ellwangen/München - Der Zeuge in dem mysteriösen Mordfall Maria Bögerl, der sich vor kurzem via Bild-Zeitung gemeldet hatte, ist zum zweiten Mal vernommen worden. Die Kriminalpolizei in München habe am Dienstag mit dem Mann gesprochen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Ellwangen am Mittwoch und bestätigte einen Bericht des Blatts. Zu den Inhalten machte er keine Angaben.

Die Aussagen des Mannes würden nun abgeklärt und überprüft, sagte der Sprecher. Dies könne einige Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Der Zeuge war zuvor schon einmal in Baden-Württemberg vernommen worden. Die Polizei in München äußerte sich zu dem Fall nicht und verwies an die Staatsanwaltschaft in Ellwangen.

Der Fall Bögerl beschäftigt die Ermittler seit mehr als vier Jahren. Die Frau des früheren Heidenheimer Sparkassenchefs Thomas Bögerl war entführt und im Juni 2010 tot an einem Waldrand gefunden worden.

Der Zeuge hatte sich vor kurzem über die Bild-Zeitung aus den Niederlanden gemeldet und erklärt, er kenne die Mörder - es seien zwei. Zudem sei die Polizei damals gewarnt gewesen.

Nach früheren Angaben war der Mann nur dann zu einer Aussage in Deutschland bereit, wenn man ihm beim Strafmaß in einem in Augsburg anhängigen Untreue-Verfahren entgegenkomme. Der Sprecher der Ellwanger Staatsanwaltschaft betonte, seitens seiner Behörde habe es keine Zusicherung für ein etwaiges Entgegenkommen gegeben - und nach seinem Wissen auch nicht von einer anderen Staatsanwaltschaft.

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