Seit fast fünf Jahren ist der Mord an Maria Bögerl ungeklärt. Foto: dpa

Mit einem DNA-Massentest will die Polizei dem Mörder von Maria Bögerl doch noch auf die Spur kommen. Bislang haben die Ermittler aber noch keine heiße Spur. Rund hundert DNA-Proben fehlen noch.

Neresheim - Die DNA-Massentests im Mordfall Maria Bögerl haben laut Polizei noch nicht zu einer heißen Spur geführt. Bislang hätten rund 97 Prozent der angeschriebenen Männer Speichelproben abgegeben, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet. Von den ausgewerteten Proben habe allerdings keine Ähnlichkeiten mit den Spuren aufgewiesen, die die Beamten in der Wohnung und im Auto des Mordopfers gefunden hatten.

Derzeit fehlten noch Proben von rund 100 Männern. „Wir versuchen im Moment, die Personen wiederzufinden“, sagte der Sprecher. Da ein Großteil der Männer verzogen oder aus anderen Gründen nicht erreichbar sei, seien die Ermittlungen sehr aufwändig und bräuchten einige Zeit. Im Februar hatten an einem ersten Massengentest rund 3300 Männer teilgenommen, in einem zweiten Test im August kamen Proben von mehreren hundert Männern zusammen.

Die Frau des früheren Heidenheimer Sparkassenchefs, Thomas Bögerl, war vor mehr als vier Jahren entführt worden. Eine Lösegeld-Übergabe scheiterte. Anfang Juni 2010 fand ein Spaziergänger die Leiche der 54-Jährigen an einem Waldrand bei Heidenheim. Bögerl war erstochen worden. Die Suche nach dem Täter verlief bisher erfolglos.

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