Der am 2. Juni mutmaßlich von einem Neonazi ermordete Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke. Foto: dpa

2002 berichtete ein Spitzel, dass sich vier Rechtsextreme unweit des Tatortes des 2006 ermordeten Halit Yozgat aufhielten – unter ihnen auch Stephan Ernst, der mutmaßliche Lübcke-Mörder. Opferanwälte der Familie Yozgat glauben an Kasseler Unterstützer der NSU-Terrorgruppe.

Stuttgart - Donnerstag, der 28. November 2002, ist ein ungemütlicher Tag im hessischen Hofgeismar. Wolkenverhangener Himmel. Nieselregen. Acht Grad. Schmuddelwetter. Irgendwann an diesem Tag trifft irgendwo in dem 15 000-Seelen-Nest ein Agentenführer des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) seinen Spitzel. Es ist ihr siebtes Treffen. An diesem Tag sind die Informationen des Mannes dem Inlandsgeheimdienst 150 Euro wert.

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