Wenig Verkehr ist auf der Nord-Süd-Straße ein seltenes Glück. Für ihren drei- oder vierspurigen Ausbau gedeihen Pläne. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Wie steht es um den Verkehrsplan für den von Staus geplagten Synergiepark in Vaihingen/Möhringen? Bei einer Veranstaltung der Stuttgarter Wirtschafts- und Industrievereinigung informierte der städtische Verkehrsplaner Andreas Hemmerich dazu.

Vaihingen - Das Verkehrskonzept für den Synergiepark war einer der Themenschwerpunkte einer Informationsveranstaltung der Wirtschafts- und Industrievereinigung Stuttgart (WIV) am Freitagvormittag. Der Zeitpunkt der Veranstaltung, sagte der WIV-Vorsitzende Günter Sabow, sei bewusst gewählt, denn am Donnerstagabend sei der neue Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Frank Nopper in sein Amt eingeführt worden. Dieser habe vor einiger Zeit den Synergiepark besucht, sei „an der wirtschaftlichen Entwicklung hochgradig interessiert“ und habe sich an Ort und Stelle ein Bild von den Problemen im Gewerbepark gemacht. Mit ihm sei bereits ein fruchtbarer Dialog in Gang gesetzt, aus dem wichtige Impulse entstehen könnten: „Wir brauchen Initiativen für neue Gewerbeflächen.“ Wenn man diese nicht finde, werde man von anderen Wirtschaftsregionen „überholt und links liegengelassen“.

Das Verkehrsproblem ist der Dauerbrenner im Gewerbegebiet

Zu den angesprochenen Problemen des Synergieparks gehört natürlich der Dauerbrenner Verkehr, für den die Stadt seit geraumer Zeit ein Verkehrskonzept entwickelt hatte. Der städtische Verkehrsplaner Andreas Hemmerich unterrichtete die Konferenzteilnehmer über den Stand der Dinge bei diesem Thema. „Wir wollen das Verkehrskonzept, das wir 2017 in den Gemeinderat eingebracht haben, fortschreiben und zu Ende führen“, sagte Hemmerich. Ein weiteres Projekt beschäftige sich mit der ehemaligen Aurelis-Fläche am Vaihinger Bahnhof, um dort den Bahnhof zu einer Drehscheibe für nachhaltige Mobilität weiterzuentwickeln. Dabei spiele auch die Aufenthaltsqualität auf dem Areal eine wichtige Rolle.

Im Vordergrund steht der Ausbau der Nord-Süd-Straße

Das Verkehrskonzept Synergiepark bestehe aus einem Maßnahmenbündel für die einzelnen Verkehrsarten. Zentral dabei sei die Frage, wie man künftig mit der Nord-Süd-Straße umgehe. „Wir gehen von einer schrittweisen Ertüchtigung dieser Straße aus.“ Einzelne Abschnitte seien bereits verwirklicht worden, darunter der Vollanschluss Breitwiesenstraße und der Ausbau der Anschlussstelle der A 8 durch das Regierungspräsidium. „Auch die Ertüchtigung der Anschlüsse der Knotenpunkte im Zuge der Nord-Süd-Straße sind planerisch sehr weit fortgeschritten“, sagte Andreas Hemmerich. Die Umsetzung werde in die Jahre 2022 und 2023 hineinreichen. Parallel dazu laufe die Vorplanung für den Ausbau der Nord-Süd-Straße besonders im Abschnitt zwischen Autobahn und Synergiepark. Hier würden verschiedene Varianten geprüft: dreispuriger Ausbau, dreispuriger Ausbau mit Richtungswechselbetrieb oder vierspuriger Ausbau. „Hier sind wir mit der Vorplanung einen ordentlichen Schritt vorangekommen“, sagte der Verkehrsplaner.

Die Stadtbahnlinie U 17 wird vom Flughafen zum Synergiepark führen

Beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gehe einiges voran: „Die Buslinie 80 ist schon ein Jahr lang in Betrieb.“ Für die Stadtbahnlinie U 17 vom Flughafen in den Synergiepark und weiter nach Dürrlewang sei eine wichtige Weiche gestellt worden. Das Regierungspräsidium habe in dieser Woche der Verbindungskurve Pflugmühle den Planfeststellungsbeschluss erteilt. Diese Kurve sei die Voraussetzung dafür, dass man künftig direkt vom Flughafen in den Synergiepark fahren könne. Auch der Regionalbahnhalt befinde sich bereits im Bau, und er solle bis Ende 2021 in Betrieb gehen. Längerfristige Themen, sagte Hemmerich, seien die Seilbahn, die vertiefend geprüft werde. „Wir gehen davon aus, dass die Seibahn­studie und die Prüfung einer Stadtbahn bis Ende 2021 vorliegen werden.“

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