Häufige Konflikte und Dauerbelastung im Elternhaus kann Kinder durchaus nachhaltig schaden, als Trauma wird es aber eigentlich nicht bezeichnet. Foto: imago images//WavebreakmediaMicro via www.imago-images.de

Einst bezeichnete Trauma eine Reaktion auf schlimme Erlebnisse wie Krieg oder Missbrauch. Inzwischen wird der Begriff, für alles verwendet, was negative Gefühle auslöst. Dies verwässert den Begriff und kann auch einen Nocebo-Effekt haben.

Anderen unbedingt gefallen wollen, Angst vor dem Verlassenwerden, geringes Selbstwertgefühl, Verbleiben in ungesunden Beziehungen? Laut tausender Posts in sozialen Netzwerken oder auch dem einen oder anderen Spiegel-Bestseller ist dies alles ein Anzeichen für eine sogenannte „Trauma-Reaktion“, also Verhaltensweisen denen ein schweres Trauma im Leben vorausgegangen sein muss.