An der Börse schwankt der Kurs von Trumps Medienkonzern heftig. Für den ehemaligen US-Präsidenten ist die Firma trotzdem eine Goldgrube.
Der Börsengang der Trump Media & Technology Group beschert Donald Trump eine weitere Finanzspritze. Der ehemalige US-Präsident, der dieses Jahr die Rückkehr ins Weiße Haus anstrebt, erhält zusätzliche bis zu 36 Millionen Aktien des Unternehmens, wie aus Dokumenten der US-Börsenaufsicht hervorgeht. Gemäß der aktuellen Marktbewertung würde sich der Bonus, der Trump zusteht, weil der Aktienkurs 20 Tage lang über der Marke von 17,5 Dollar handelte, auf über eine Milliarde Dollar belaufen. Inklusive des rund 60-prozentigen Anteils, den Trump ohnehin schon am Konzern hält, wären seine Aktien zum Schlusskurs vom Montag über vier Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) wert. Das gilt allerdings zunächst nur auf dem Papier – Trump darf die Aktien noch nicht verkaufen.
Zu Geld machen kann er seine Beteiligung frühestens in sechs Monaten – sofern der Verwaltungsrat des Unternehmens diese Regelung nicht ändert. Bis dahin kann sich noch einiges tun, der Kurs der Aktie erweist sich bislang als extrem schwankungsanfällig. Trump Media war Ende März durch die Fusion mit einer Zweckgesellschaft an die Börse gegangen und hatte dort zunächst einen fulminanten Start hingelegt.
Die in Anlehnung an die Initialen des Ex-Präsidenten unter dem Tickerkürzel DJT gehandelte Aktie schoss zeitweise bis auf 66 Dollar in die Höhe, dann folgte jedoch ein Absturz bis auf knapp über 20 Dollar. Am Dienstag lag der Kurs bei rund 32 Dollar. Die Papiere werden einerseits von Trump-Anhängern als eine Art Treuebekenntnis gekauft. Andererseits sind sie zu einem Spekulationsobjekt für Leerverkäufer geworden, die auf einen Kursverfall der Aktie wetten.
Ein Großteil seines Vermögens steckt in DJT-Aktien
Trump Media steht hinter der Internetplattform Truth Social, die mit X (ehemals Twitter) konkurriert. Trump selbst nutzt seinen Social-Media-Dienst inzwischen bevorzugt für seine Kommunikation im Netz. Allerdings schreibt das Unternehmen hohe Verluste und steht juristisch angesichts von Klagen früherer Mitstreiter unter Druck.
Für Trump ist der Medienkonzern jedoch eine Goldgrube. Der New Yorker Immobilienmogul hatte selbst gar kein Geld in die Firma investiert und nur seinen Namen zur Verfügung gestellt – ganz ähnlich wie er es bei vielen Lizenzgeschäften macht. Hinterher soll er dann versucht haben, die Mitgründer aus dem Unternehmen zu drängen.
Geld könnte Trump derzeit gut gebrauchen. Er hat nach mehreren Schlappen vor Gericht hohe Schulden, ist aber nicht besonders flüssig. Denn sein vom US-Finanzdienst Bloomberg auf rund 6,3 Milliarden Dollar geschätztes Vermögen steckt weitgehend in DJT-Aktien und Immobilien, die er zurzeit entweder noch gar nicht oder nur mit starken Preisabschlägen verkaufen könnte.