Das Kraftfahrtbundesamt erhebt schwere Vorwürfe gegen Daimler. Foto: dpa

Laut einem Medienbericht zwingt das Kraftfahrtbundesamt Mercedes zum Rückruf von 60.000 Diesel-Fahrzeugen. In ihnen sollen illegale Vorrichtungen zur Abgasmanipulation verbaut sein.

Berlin/Stuttgart - Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zwingt das Kraftfahrtbundesamt (KBA) den Autobauer Mercedes zum großen Rückruf von Diesel-Fahrzeugen der Euro-5-Norm. Demnach sollen 60.000 Autos des Modells GLK 220 CDI betroffen sein. Der Grund ist laut dem Medienbericht eine illegale Abschaltevorrichtung zur Abgasmanipulation. Ein Sprecher des Daimler-Konzerns bestätigte am Samstag auf Anfrage den entsprechenden Bericht.

Daimler bestreitet die Vorwürfe. Man wolle sich juristisch gegen den Betrugsvorwurf wehren, sagte ein Sprecher des Konzerns. Das KBA will die Ermittlungen noch ausweiten, heißt es. Es könnte sich angeblich auch in weiteren Modellen Betrugssoftware befinden.

Der Verdacht gegen das fragliche Automodell GLK 220 CDI wurde Mitte April publik. Damals hieß es, die Behörde sei bereits im Herbst 2018 auf eine verdächtige Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen. Demzufolge sollen die Abgaswerte mithilfe eines Computerprogramms gesenkt worden sein - aber nur auf dem Prüfstand und nicht im täglichen Verkehr.

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