Mark Knopfler – toller Gitarrist, noch besserer Songwriter Foto: dpa

Mark Knopfer ist ein toller Gitarrist und ein noch besserer Songschreiber. Am 12. August wird der Mann, der die Dire Straits war, 65 Jahre alt.

Stuttgart - Auf einmal verstummt die Band. In der Dunkelheit gibt es nur noch Mark Knopfler und seine Resonanzgitarre. Er spielt Romeo, der Julia eine Serenade singt. Er könne nicht so toll reden wie die Typen im Fernsehen, gibt er zu. Und mit seinen Liebesliedern würde immer irgendwas nicht stimmen. Aber er sei sich sicher, dass er Julia für immer lieben werde.

Wer da vor einem Jahr bei Mark Knopflers Auftritt in der Stuttgarter Schleyerhalle nicht ergriffen war, dem musste wohl die Seele abhandengekommen sein. Ob bei den Dire Straits oder als Solokünstler, aber auch als Produzent von Bob Dylan oder Aztec Camera – die Musik Mark Knopflers, der an diesem Dienstag 65 Jahre alt wird, ist immer großes Kino. Wie „Romeo and Juliet“ gleichen seine besten Songs Leinwandepen, Roadmovies mit einem Hang zum Sehnsüchtigen, Melancholischen.

Zwar wird der Mann aus Glasgow, der bisher 120 Millionen Alben verkauft hat, gerne für seine Gitarrenkünste gelobt. Er selbst hat sich aber immer nur als Songwriter verstanden, für den die Gitarre nur ein Hilfsmittel ist: „Wenn es gut klänge, würde ich stattdessen auch einen Staubsauer benutzen“, hat er einmal in einem Interview gesagt.

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