Rosen gab es zum Geburtstag am Mittwoch für die Besucherinnen. Foto: Michael Steinert

Es gibt noch Luft nach oben, aber eines steht nach einem Jahr auf jedenFall fest: Der neue Wochenmarkt auf dem Marienplatz wird angenommen. Die Marktbeschicker sind zufrieden.

S-Süd - Innerhalb eines Jahres sind die Beschicker des Wochenmarktes am Marienplatz enger zusammengerückt, und dies im Wortsinne. Aus dem Wochenmarkt ist eine kleine Marktstraße geworden, in der die Stände dichter beieinander stehen als noch vor einem Jahr. Die Händler sind zufrieden. Keiner hätte jedoch etwas dagegen, wenn noch etwas mehr Laufkundschaft den Markt am Mittwoch für sich entdecken würde.

„Vormittags hat es etwas nachgelassen, aber die zusätzliche Stunde abends von 17 bis 18 Uhr wird gut angenommen“, sagt Jürgen Leutenecker, der die Produkte von seinem Bauernhof in Remseck (Kreis Ludwigsburg) am Marienplatz anbietet. Insgesamt sieht Leutenecker die Entwicklung positiv: „Für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt, hier mitzumachen.“

Im Sommer mit kleinerem Angebot vor Ort

Mit zehn Marktbeschickern, die ein breites Angebot an Lebensmitteln anbieten, ist der Wochenmarkt aus Sicht der Anbieter gut aufgestellt. Dennoch ist in den vergangenen Wochen ein Stand neu hinzugekommen. Die Poffertjeserie von Wasiliki Fotiadou und Yvonne Möblius. Die beiden Stuttgarterinnen, die sonst auf Flohmärkten und Stadtfesten unterwegs sind, freuen sich über den festen Stand auf dem Marienplatz, wo sie die süßen Minipfannkuchen nicht nur direkt zum Essen, sondern auch Backmischungen und spezielle Pfannen zum Selbstbacken verkaufen.

Im Sommer lief es für die Marktbeschicker allerdings etwas schleppender. So lange das Zelt der Kleinen Tierschau aufgebaut war, mussten sie ihre Stände am unteren Ende der Treppe aufbauen. Dort ist zwar die Kundenfrequenz etwas höher, allerdings der Platz auch so eng, dass drei Händler während dieser Zeit ihren Stand erst gar nicht aufbauten, weil der Platz nicht gereicht hatte. Jetzt ist der Markt wieder auf der Mitte des Platzes, und alle haben wieder Platz, auch wenn nicht jeder Beschicker regelmäßig seinen Stand aufbaut. Ingrid Bidermann, die Marmelade, Honig und Senf aus eigener Herstellung im Sortiment hat, kommt zeitweise nur alle zwei Wochen. „Gerade im Sommer haben unsere Produkte weniger Saison und noch hat sich der Markt nicht vollständig etabliert“, sagt Bidermann. Das werde vermutlich auch noch etwa drei Jahre dauern. Noch immer gibt es Kunden, die nicht wussten, dass es einen Wochenmarkt auf dem Marienplatz gibt, sagen einige der Beschicker. Doch Wilma Schwaderer vom Hühnerhof Neumair, Silvie Beck vom Käsestand, Tina Salzmann vom Fischstand und Sofia Louca vom Bäckerwagen sehen den Wochenmarkt auf einem guten Weg.

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