Foto: Martin Stollberg

Die Rückschau ist positiv. Die Veranstaltungen dieses Jahr auf dem Marienplatz sind durchweg gut angekommen. Kritik gab es nur vereinzelt an der Lautstärke. Es gibt bereits weitere Ideen, etwa für einen Weihnachtsmarkt.

S-Süd - In der Summe wurde und wird der Marienplatz in diesem Jahr etwa einen Monat lang von Veranstaltern bespielt. Der Wunsch, dort weitere Veranstaltungen zu ermöglichen, wird häufiger geäußert. Das sehen die Bezirksbeiräte mit gemischten Gefühlen: Einerseits beleben Feste den Bezirk, andererseits soll die Fläche auch nicht zum reinen Festplatz werden.

Den Wochenmarkt ausgenommen, währte das Engagement der Kleinen Tierschau 2012 auf dem Platz am längsten. 24 Tage lang stand das Zirkuszelt. Die Premiere des Marienplatzfestes über drei Tage im Juli war deutlich kürzer, aber immer noch länger als das Maifest des Handels- und Gewerbe- und Dienstleistungsvereins (HGDV). Dieser startete die Veranstaltungssaison mit seinem Maifest und will sie auch mit einem Martinimarkt am 18. November beenden. Für Jugendliche gab es mit Beweg Dich eine eigene Veranstaltung, die vom Jugendhaus Heslach organisiert worden war.

Lob für die Kleine Tierschau

Um die Erfahrungen sowohl aus Sicht der Veranstalter als auch aus Sicht der Bürger zu diskutieren, hatte der Bezirksvorsteher Rupert Kellermann in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats einige der Veranstalter eingeladen. Arne Beyer, der Manager der Kleinen Tierschau, der bei früheren Sitzungen des Bezirksbeirats, schon einige Kritik hatte einstecken müssen, erhielt nach der zweiten Spielzeit weit bessere Rückmeldung. Nicht nur, so Roland Petri, Sprecher der CDU-Fraktion, sei der Biergarten deutlich ansprechender gestaltet worden, Klagen über Lärm habe es keine gegeben. Diese hatten in der Vergangenheit dazu geführt, dass viele Bezirksbeiräte ein kürzeres Engagement lieber gesehen hätten. Beyer kündigte zudem an, dass die Kleine Tierschau, so sie im nächsten Jahr wieder auf dem Marienplatz auftreten wird, auch anderen Künstlern eine größere Plattform geben wolle. Das wiederum fand Zustimmung bei den Grünen. Deren Sprecher Wolfgang Jaworek betonte nämlich, dass in seiner Fraktion die lange, einseitige Nutzung durchaus debattiert wird.

Kritik hatten Anwohner dagegen vereinzelt wegen der Lautstärke während des Marienplatzfestes geäußert, und zwar schwerpunktmäßig am Sonntagnachmittag. Dort hatte eine Band ihre Bässe wohl besonders laut aufgedreht. Die Veranstalter, die ansonsten ausschließlich Lob für ihr Konzept bekamen, gelobten in diesem Punkt Besserung. Sie kündigten für 2013 eine Neuauflage des Marienplatzfestes an und stellten schon einmal die Idee in den Raum, 2013 einen Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz zu veranstalten. Schon für dieses Jahr plant der HGDV mit dem Martinimarkt am 18. November einen Kunsthandwerkermarkt mit Händlern aus dem Stadtteil zu installieren.

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