Sportdirektor Marc Stein will mit den Kickers möglichst noch zwei Siege im Jahr 2023 einfahren. Foto: Baumann/Julia Rahn

Zwei Regionalligaspiele stehen für die Stuttgarter Kickers 2023 noch auf dem Programm. Sportdirektor Marc Stein spricht über die bevorstehende Partie beim 1. FSV Mainz 05 II und die schwierigen Trainingsbedingungen in Degerloch.

Marc Stein ist seit 1. Januar 2022 Sportdirektor der Stuttgarter Kickers. Das erfolgreiche Jahr will der 38-Jährige möglichst mit zwei Siegen krönen. Am Sonntag (16 Uhr/Bruchwegstadion) steht die Regionalliga-Partie beim 1. FSV Mainz 05 II an.

 

Herr Stein, wie sehen die Trainingsbedingungen für die Kickers aus?

Hier in Degerloch ist alles weiß. Auf unseren Trainingsplätzen im ADM-Sportpark lagen Anfang der Woche rund zehn bis 15 Zentimeter Schnee, der wird ein bisschen weniger, doch nach wie vor ist alles vereist.

Das heißt?

Wir trainieren unten in der Stadt auf dem Kunstrasenplatz des VfL Stuttgart. Zudem findet Athletiktraining in unserem Kraftraum statt.

Keine optimalen Voraussetzungen für die letzen beiden Spiele 2023.

Wir können es uns nicht aussuchen, es auch nicht ändern. Wir befinden uns nun mal in Degerloch in einer Höhenlage. Wir müssen das Beste daraus machen, kreativ werden und versuchen, im Laufe der Woche auch noch auf Naturrasen zu trainieren.

Mit Blick auf das Spiel am Sonntag beim 1. FSV Mainz 05 II: Haben Sie Bedenken, dass das Spiel ausfallen könnte?

Nein, erstens ist es dort im Rhein-Main-Gebiet um einiges milder als bei uns. Zweitens läuft nach meinen Informationen im Bruchwegstadion die Rasenheizung, da dort mehrere Teams spielen, darunter am vergangenen Sonntag auch die U19 in der Uefa-Youth-League gegen Dinamo Minsk und davor die Frauen im DFB-Pokal.

Bei der U23 der 05er ist mit Meikel Schönweitz, dem Mainzer Direktor Fußball Entwicklung, ein Interimstrainer derzeit im Amt. Wie erwarten Sie den Gegner?

Ich finde, die Mainzer spielen unter ihm sehr stabil, sie wirken sehr gefestigt. Das ist ein anderes Team, als noch in der Hinrunde. Damals verloren sie bei uns nach einer 1:0-Halbzeitführung noch mit 1:4, dabei gelangen uns drei Tore innerhalb von zehn Minuten.

„Wir bleiben bei uns“

Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass das auf 16. Dezember terminierte Nachholspiel gegen den KSV Hessen Kassel im Gazi-Stadion stattfinden kann?

Es sind ja noch ein paar Tage hin. Ich gehe davon aus, dass wir spielen werden.

Das vergangene spielfreie Wochenende war für die Kickers irgendwie doch erfolgreich, weil keines der Spitzenteams gewinnen konnte.

Wir schauen nicht großartig auf die anderen. Wir müssen bei uns bleiben und unsere Hausaufgaben erledigen.

Wie sehr sehnen Sie die Winterpause herbei?

Erst einmal wollen wir alles dafür tun, um das Optimale herauszuholen und die zwei ausstehenden Spiele positiv zu gestalten. Und danach freuen wir uns auf die verdiente Winterpause. Denn schon jetzt steht fest: Es war ein super Kickers-Jahr – das wir nun aber unbedingt noch veredeln wollen.

Was hat Sie am meisten gefreut?

Die Souveränität der Mannschaft, die Entwicklung des Teams, aber auch die Ruhe und Geduld im Verein, die auch im Erfolgsfall nicht selbstverständlich ist. Hier wächst etwas zusammen, das wir weiterentwickeln wollen. Wir werden nie stehenbleiben.

Wie lange läuft eigentlich Ihr Vertrag?

Ich bin ja erst seit Januar 2022 da (lacht). Und das unglaublich gerne. Mir macht die Arbeit hier wahnsinnig Spaß. Unser Ziel war es von Anfang an, dass wir nachhaltig und langfristig zusammenarbeiten wollen. Daran hat sich nichts geändert.

Zur Person

Karriere
Marc Stein wurde am 7. Juli 1985 in Potsdam geboren. Er war Profi bei TeBe Berlin, Hansa Rostock, Hertha BSC, FSV Frankfurt, Kickers Offenbach, Stuttgarter Kickers, Energie Cottbus und bis Ende 2021 beim VfB Stuttgart II. Seit 1. Januar 2022 ist er Sportdirektor der Stuttgarter Kickers.

Persönliches
Stein ist verheiratet mit Julia. Das Paar wohnt in Sillenbuch und hat zwei Kinder: Ben und Marie. Steins Mutter Annett ist seit vielen Jahren für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in führenden Positionen tätig. (jüf)