Minister Lucha: „Eine berufsspezifische Impfpflicht kann diskutiert werden.“ Foto: dpa/Christoph Schmidt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar gegen die Einführung einer Impfpflicht ausgesprochen. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha kann sich Ausnahmen vorstellen.

Stuttgart - Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha schließt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und Einschränkungen für Nicht-Geimpfte nicht aus, sollte sich das Impftempo nicht beschleunigen.

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„Eine berufsspezifische Impfpflicht kann diskutiert werden“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. So sei die Impfquote von Assistenzkräften und Angelernten in stationären Pflegeeinrichtungen derzeit relativ gering. Man versuche derzeit mit den Trägern die Impfquote zu erhöhen.

Grundsätzlich wolle man die Menschen noch motivieren, sich impfen zu lassen, sagte Lucha. Aber sollte die Motivationsarbeit in den kommenden Wochen nicht weiterführen, werden man Diskussionen führen müssen, dass es „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nur für Geimpfte gibt“.

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