Patienten im Land sollen künftig besser per Rettungshubschrauber versorgt werden können. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Änderungen bei der Verteilung der Rettungshubschrauber im Land sind richtig, denn es geht ums große Ganze. Die Menschen müssen überall gleich gut versorgt sein.

Es ist bitter, wenn Kliniken und Städte wie jetzt Leonberg und Friedrichshafen nach Jahrzehnten ihren Standort für einen Rettungshubschrauber verlieren. Völlig nachvollziehbar, dass die örtliche Politik und die Bürger sich dagegen wehren. Und man kann auch beklagen, dass die Petitionen, die insgesamt rund 60 000 Menschen unterschrieben haben, im Landtag keinen Erfolg gehabt haben. All das ist völlig legitim.

 

Doch es ist zu kurz gesprungen. Denn bei der Verteilung der Rettungshubschrauber in Baden-Württemberg geht es nicht um einzelne Gemeinden, noch nicht einmal um Landkreise. Es geht darum, dass jeder Mensch im Land eine ähnliche Versorgung hat. Man kann niemandem erklären, dass er am einen Ort viel zu lange auf Rettung warten muss, während anderswo gleich mehrere Hubschrauber in kürzester Zeit vor Ort sein können. Es geht um Menschenleben. Die Politik ist verpflichtet, Lücken zu schließen.

Bei aller Empörung über den Verlust an manchen Standorten und der Enttäuschung an anderen, nicht zum Zug zu kommen, darf man das Wichtigste nicht vergessen: Die Versorgung der Menschen im Land wird sich verbessern. Die Luftrettung soll das dichteste Netz bundesweit bekommen. Es wird zusätzliche Standorte in Lahr und im Neckar-Odenwald-Kreis geben, von Pattonville aus dürften bald auch Nachteinsätze möglich sein. Und das sind angesichts stetig steigender Einsatzzahlen gute Nachrichten.