Eingeschränkte Durchfahrt in Reutlingen: eine Spur der Bundesstraße wird auf einem 250 Meter langen Abschnitt direkt vor der Messstelle zeitweise gesperrt. Foto:/ Horst Haas

Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht beschäftigt die schlechte Luft in Reutlingen und was dagegen getan werden soll. Am Donnerstag wird in der Revisionsverhandlung ein Urteil erwartet, das für viele Kommunen wegweisend sein könnte.

Reutlingen - Es ist eine Umweltspur, die kürzer kaum sein könnte: auf 250 Metern wird neuerdings eine Fahrbahn der Reutlinger Lederstraße, eine zweispurige Bundesstraße, täglich 17 Stunden gesperrt. Es ist der viel befahrene Abschnitt direkt vor der Messstation, die Jahr um Jahr belegt, dass der EU-Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickoxid überschritten wird. Die Sperrung ist Teil eines Bündels an Maßnahmen, um eine der ­dreckigsten Straßen im Land sauberer zu bekommen. Stuttgart, Heilbronn, Mannheim und auch Reutlingen sind die vier Städte in Baden-Württemberg, die es noch nicht geschafft haben, die ­gesetzlich vorgeschriebenen 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft im Jahresschnitt einzuhalten.

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