Soll reaktiviert werden: die Schienenstrecke nach Markgröningen mit dem alten Bahnhof Foto: factum//Simon Granville

Der Nahverkehrsplan des Kreises Ludwigsburg bekam im regionalen Verkehrsausschuss viel Lob und Zustimmung. Allerdings sahen die Regionalräte auch noch Luft nach oben.

Stuttgart - Der Verkehrsausschuss der Regionalversammlung hat dem Nahverkehrsplan des Kreises Ludwigsburg viel Lob gezollt – allerdings versehen mit dem klaren Hinweis, dass bei der geplanten Stadtbahn zwischen Ludwigsburg und Markgröningen ein Ast zu den Firmenansiedlungen in Schwieberdingen realisiert wird. Zudem soll die neue Verbindung auch mit der Schusterbahn, die bisher von Untertürkheim nach Kornwestheim fährt, kombiniert werden.

Busverkehr ausgebaut

Der neue Nahverkehrsplan ist aufgrund der Gesetze nötig, auf seiner Basis werden auch die Busverkehre im Kreis in 13 Bündeln neu ausgeschrieben. Die Region pocht auf eine gute Anbindung des Busverkehrs an den Viertelstundentakt der S-Bahn. Dies müsse aber für mehr als sechs Stunden pro Werktag gewährleistet sein, meinte SPD-Regionalrat Michael Makurath. Während Elke Kreiser (CDU/ÖDP) und Rainer Gessler (Freie Wähler) auf eine baldige Realisierung der Stadtbahn setzen, kritisierte Armin Haller (Grüne) den geringen Anteil des öffentlichen Verkehrs auf der Verbindung von Ludwigsburg nach Waiblingen. Hier müssten Takt und Linien verbessert werden.

Verlängerung Strohgäubahn?

Zugestimmt hat der Verkehrsausschuss auch einem Antrag der Grünen, die Informationen zu einem möglichen Ausbau der Strohgäubahn verlangten. Ziel müsse sein, die Verbindung bis zum Salzweg nach Stuttgart zu verlängern, wo ein Umstieg in die U 15 möglich wäre. Auch über die mögliche Verlängerung nach Weissach wollen die Grünen unterrichtet werden.

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